Natürlich läuft auf einer Weltreise nicht immer alles nach Plan. Auch unsere weniger glorreichen Stunden unterwegs wollen wir nicht verschweigen und vielleicht kannst du mit uns gemeinsam darüber lachen oder etwas daraus lernen. 😉
1. Kreditkarten-Sperre x 3
Wir waren genau eine Woche auf Weltreise als diese Aktion uns kurz ins Schwitzen brachte. Oli wollte online einen Ausflug buchen und die Kreditkartenzahlung funktionierte mit seiner Karte nicht. Er probierte es noch mit zwei weiteren Kreditkarten aus (🤣) bevor er den Inhaber schließlich auf Instagram kontaktierte und erfuhr: Es war nicht die richtige Webseite.
Wahrscheinlich hat sich kein Mensch jemals so sehr über sich selbst geärgert wie Oli in diesem Moment. Als ITler ist sowas doppelt deprimierend. 😅 Die Seite war aber wirklich 1:1 kopiert und der Unterschied in der IP minimal.
Ergebnis: Eine Kreditkarte wurde wegen versuchter Abbuchungen von der Bank gesperrt, die anderen beiden haben wir sicherheitshalber selbst gesperrt (bei einer davon war eine 0€-Buchung aus einem anderen Land vorgemerkt und dann wieder verschwunden, bei der anderen (noch) nichts ersichtlich).
So wurden uns also drei neue Kreditkarten nach Deutschland geschickt, wo wir ja leider in nächster Zeit nicht sein würden.
Learnings:
- Falls eine Online-Buchung nicht funktioniert, lieber ganz genau checken, ob es sich um die richtige Webseite handelt statt andere Kreditkarten zu testen.
- Per internationalem DHL-Express kommen wichtige Dinge innerhalb von max. 3 Werktagen in Dubai (und vielen anderen Orten weltweit) an. Die Zustellung der neuen Karten in Deutschland hat also länger gedauert als ihr Weg in die VAE. Wir konnten die Sendung dann entspannt am DHL-Schalter vor Ort abholen – genug Lehrgeld hat der super Service allerdings gekostet. 😉
- Verlass dich bei einer (längeren) Reise niemals nur auf eine Kreditkarte! Mein Beitrag zu den besten Reisekreditkarten hilft dir bei der Auswahl einer Zweitkarte falls du noch keine hast.
2. Plötzlich ohne Unterkunft in Dubai
Kein Witz, der Start unserer Weltreise hat uns wirklich getestet. 😄 Ich habe im Zwischenbericht aus Dubai schon über die Insolvenz unseres Hotelanbieters geschrieben, deshalb ganz kurz: Mitarbeiter klopften um 15 Uhr bei uns am Apartment, um zu fragen wann wir denn auschecken würden, da das Hotel ab dem nächsten Tag geschlossen sei. Wir hatten bis dahin keine Info und dementsprechend auch keinen Plan. Es folgten die Suche nach einer neuen (bezahlbaren) Unterkunft, Kofferpacken und Telefonate mit unserer Buchungsplattform wegen Rückerstattung etc. – alles natürlich in Turbogeschwindigkeit. Parallel habe ich versucht unserer dreijährigen Tochter, die gerade von einem Schläfchen erwachte, möglichst entspannt zu erklären, dass wir gleich spontan umziehen müssen. Am Ende hat alles gut funktioniert und wir haben es mit Humor genommen, unsere Urlaubskasse musste im ersten Weltreise-Monat allerdings ganz schön leiden.

Learnings:
- In der Reisekasse sollte immer ein Notfallbudget für unplanmäßige (auch größere) Ausgaben zurückgehalten werden.
- Es kann nicht schaden, den Reise-Unterkünften falls möglich bei Instagram o. ä. zu folgen, um solche News eventuell früher mitzubekommen.
3. Spontanität und Fähren sind keine Freunde
Oli hat für unseren Neuseeland-Roadtrip wirklich wochenlang vor dem PC gesessen und Angebote verschiedener Unterkünfte verglichen, alles mühselig gebucht und eine für uns perfekte Route erstellt. Und dann haben wir 3 Wochen vor unserer Überfahrt von der Nord- auf die Südinsel Neuseelands festgestellt, dass wir die Fähre noch nicht gebucht haben.
Überraschung: es gab keinen Platz mehr für uns. Bei beiden Fähranbietern waren einfach alle Slots ausgebucht, nicht nur am geplanten Tag, sondern auch davor und danach. Wir hätten natürlich in den Sommermonaten damit rechnen können, haben den Punkt aber einfach in der ganzen Weltreiseplanung vercheckt.
Mit ganz viel Glück konnten wir dann einen letzten Platz für uns und das Auto ergattern: 2 Tage vor dem geplanten Termin und zur besten Reisezeit 2 Uhr nachts. 😅 Es hätte schlechter laufen können – aber natürlich auch besser.
Kurz vor der Überfahrt hatten wir dann noch Glück im Unglück und konnten auf eine Fahrt am gleichen Tag nachmittags umbuchen.

Learnings:
- Die Fähre für die Überfahrt zwischen Neuseelands Nord- und Südinsel unbedingt rechtzeitig buchen! Im Sommer (Dezember bis März) bedeutet das: Buche die Tickets sobald das Reisedatum feststeht oder mindestens 3 bis 6 Monate im Voraus, besonders wenn du ein größeres Auto/Camper dabei hast. Sonst reicht es meist, die Tickets einen Monat vor der Fahrt zu kaufen.
- Bei teureren Hotels oder Unterkünften lieber den Tarif mit Option zum kostenfreien umbuchen/stornieren wählen. Durch die frühere Überfahrt auf die Südinsel mussten wir natürlich auch unsere Unterkünfte umplanen. Eine Hotelbuchung konnten wir dabei leider nicht stornieren und haben 2 Nächte umsonst bezahlt, den Rest konnten wir stornieren bzw. verschieben.
- Auch bei der Fähre kannst du verschiedene Tarife wählen, wir haben den kostenfrei stornierbaren bzw. umbuchbaren gewählt. So konnten wir problemlos zu einer anderen Uhrzeit wechseln. Auch falls deine Route noch nicht zu 100% feststeht, du lieber bei schönem Wetter fahren willst oder, oder: Flexibilität kostet etwas mehr, lohnt sich aber manchmal.
4. Bermuda-Dreieck Autodach
Eigentlich ein Klassiker. Ich musste unvorhergesehen und dringend unsere Turnschuhe waschen, aber am nächsten Morgen zur Abreise waren sie nicht trocken. Bei 15C saß ich also mit Sommer-Schlappen im Auto und hatte die tolle Idee, die Turnschuhe beim Zwischenstopp im Café einfach auf dem Autodach in der Sonne trocknen zu lassen. Du ahnst schon wie es weitergeht oder?
Wir fuhren eine Stunde später entspannt weiter bis das Auto hinter uns ständig Lichthupe gab. In diesem Moment sagte Oli nur: „Oh nein, die Schuhe!“ Die andere Autofahrerin berichtete uns dann auch amüsiert von den Flying Shoes (Gott sei Dank haben sie kein anderes Auto getroffen)… Also gingen wir auf die Suche, Oli und Ava im Auto, ich zu Fuß. Irgendwann hatten wir alle Turnschuhe gefunden – sie waren übrigens immer noch nass.
Man sollte meinen daraus hätten wir gelernt, aber es ist wieder passiert. Oli legte sein Portemonnaie beim Tanken kurz auf dem Dach ab und vergaß es natürlich. Zum Glück stand ein Auto hinter ihm und der Fahrer sagte ihm Bescheid. Die beiden haben sich übrigens zwei Stunden später in der Flughafenlounge wieder getroffen und nochmal darüber gelacht. 🤣
Was soll ich sagen… es gibt eine dritte Geschichte zu diesem Thema. Bei einer unserer Ankünfte in einem Hotel hat Oli das Gepäck aus dem Auto geholt und aufs Zimmer gebracht. Am nächsten Morgen das gleiche Spiel wieder zurück, nur dass am Auto eine Überraschung wartete. Auf dem Autodach lag einsam und verlassen unser Tablet. Es hat die ganze Nacht dort verbracht und wurde weder mitgenommen noch von einem Regenschauer gebadet. Mehr Glück als Verstand trifft es in dem Fall wohl am besten. Wir würden Neuseeland nach dieser Aktion auf jeden Fall als sehr sicheres Reiseland einstufen. 😉

Learnings:
- Vertraue niemals darauf, dass ich etwas nicht vergesse.
- Wenn jemand sagt „Denkt bitte alle mit daran, dass…“, denkt am Ende ziemlich sicher keiner daran.
- Stell einfach nichts auf dem Autodach ab. Niemals. Auch nicht ganz kurz.
5. Whale Watching mit Tüte
Wir waren genau einen Tag in Kaikoura auf der Südinsel Neuseelands, einem wahren Paradies für Tierbeobachtungen, egal ob Wale, Delfine oder Seehunde. Ich hatte Whale Watching Touren bis dahin immer gemieden, dieses Mal war ich allerdings in der Minderheit. Oli und Ava wollten unbedingt aufs Boot.
Genau an unserem Ausflugstag war der Seegang als rau eingestuft, wir wurden informiert, dass Seekrankheit sehr wahrscheinlich ist und wir eventuell früher zurückkommen müssten wegen der hohen Wellen. Ob wir trotzdem mitfahren möchten oder die Tour verschieben? Natürlich wollten wir (🥲), am nächsten Tag fuhr schließlich schon unsere Fähre zurück auf die Nordinsel.
Die Fahrt in Richtung Kaikoura Canyon war dann auch total entspannt. Dann wurde der erste Wal gesichtet (juhu) und wir hielten an. Wir merkten direkt wie unangenehm das Schaukeln war und ich hatte Mühe Ava sicher auf dem Arm zu tragen während ich durchs Boot ging und mit ihr das riesige Tier vom Außendeck beobachtete. Noch war das alles ganz witzig und wir waren wirklich fasziniert vom Anblick des beeindruckenden Pottwals vor uns. Nach 1,5 Stunden wurde Oli allerdings etwas grün im Gesicht. Kurze Zeit später war es dann auch vorbei, wir haben ihn zuletzt mit einer Tüte nach draußen flüchten sehen, dann war er bis zur Ankunft verschwunden.
Ich hätte gern nach ihm geschaut und Ava hätte gern die weiteren 7 Wale gesehen, die uns angesagt wurden, aber leider war es auch mir inzwischen richtig flau im Magen und mein Kreislauf wehrte sich vehement gegen die Schiffsschaukel. Nach den insgesamt 3,5 Stunden waren wir unfassbar froh wieder an Land zu sein. Die Einzige, die die Fahrt super fand und die ganze Zeit fröhlich gesungen hat, war unsere Tochter. Wir Erwachsenen verbuchen das Ganze als einmaliges Erlebnis und unvergesslichen Familienausflug. (Reisetabletten, Ingwer und Co haben übrigens nicht geholfen. Die Tour würden wir trotzdem weiterempfehlen.)

Learnings:
- Plane mehr als einen Tag für Ausflugsziele ein, die dir wichtig sind. So kannst du Erlebnisse ggf. verschieben.
- Wenn die Profis voraussagen, dass vielen auf einem Boot übel werden wird, vertraue ihnen.
- Reisetabletten bzw. Mittel gegen Seekrankheit wirken nicht wenn das flaue Gefühl im Magen schon da ist. Entweder du nimmst sie vor der Abfahrt oder gar nicht. Sonst ist dir wie mir schlecht UND dein Kreislauf verabschiedet sich dank exorbitanter Müdigkeit.
6. Die Maus im Haus
Unsere Unterkünfte sehen oft modern und schön aus, aber manchmal trügt der Schein. Wir haben unterwegs so einige unfreiwillige Tierbegegnungen gehabt, auf die wir gern verzichtet hätten… In einer Unterkunft in Tasmanien spielten Ratten im Garten Fangen, in Neuseeland schaute eine Maus überrascht unter der Couch hervor und im Süden von Australien bestand die Abzugshaube einer Küche quasi aus toten Insekten und lebenden Maden, die von einer Schar von mindestens 50 Mücken begleitet wurden. Irgendwann härtet man tatsächlich ab (zumindest war es bei uns so) und freut sich umso mehr über den meist hohen Lebensstandard in der Heimat.
Learnings:
- Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Viele Häuser sehen auf den ersten Blick modern und luxuriös aus, aber es mangelt teilweise an Sauberkeit oder Pflege.
- In Deutschland lebt es sich sehr gut. Abgesehen von wenigen tierischen Überraschungsgästen sind die Häuser z. B. auch gut gedämmt (oder überhaupt dicht) und man hat nicht das Gefühl bei 15C Außentemperatur erfrieren zu müssen.
7. Oli allein im Kinderparadies
Es gibt in unserer Reisegruppe einen Ordnungsfreak (👋🏼) und einen Chaoten (Oli). Aus irgendeinem Grund hat sich trotzdem etabliert, dass Oli „das Schlüsselkind“ ist. Ich weiß nicht, wie oft wir deshalb unterwegs schon auf Schlüsselsuche waren. Besonders einprägsam war ein Erlebnis in Hobart.
Es war spät, dunkel, das Kind müde, der Schlüssel unauffindbar. Zum Glück hatte ich die Terrassentür an diesem Tag nicht abgeschlossen und so konnten wir trotzdem ins Haus. Abwechselnd suchten wir das Auto mit Taschenlampen ab, aber fanden nichts. Auch zu Hause war der Schlüssel nicht. Oli fuhr also noch einmal unseren Weg ab inklusive Zwischenstopps am Spielplatz und bei einem Fast Food Restaurant. Beim zweiten Stopp machte ihm ein anderer Vater Hoffnung und meinte ganz oben auf dem Spielgerät würde etwas liegen. Das Englisch in Tasmanien ist manchmal etwas schwer zu verstehen und andersherum wussten die Leute auch nicht so wirklich was Oli ihnen erzählte, das muss ich noch erwähnen. Jedenfalls kletterte Oli dann allein durch den ganzen Spielbereich, rutschte natürlich auch mal (hätte ja sein können, das da etwas drin versteckt ist) und hing schließlich außen auf der Tunnelrutsche und fischte den besagten Schatz vom Dach des Klettergerüsts herunter. Es war leider kein Schlüssel, sondern ein Spielzeug.
Wir grübelten fast zwei Tage lang bis der Schlüssel auf magische Weise wieder auftauchte: im Auto zwischen Fahrersitz und Mittelkonsole, unter der Schiene versteckt.
Learnings:
- Wir sollten die Zuständigkeiten überdenken und unsere Stärken sinnvoller nutzen. 😅
- Wenn du jemanden in einer Fremdsprache nicht zu 100% verstehst, frag lieber nochmal nach. Oder klettere abends als Erwachsener mit Würde über den Kinderspielplatz.
8. Long Dog
In Brisbane waren wir in Bluey‘s World (große Empfehlung für Fans). Am Ende der Tour gab es u. a. einen Souvenirshop, in dem sich unsere Tochter etwas aussuchen durfte. Die Wahl fiel auf „Long Dog“, ein kleines blaues Dackel-Kuscheltier mit lila Ohren, das von nun an ihr ständiger Begleiter war. Zumindest bis sie es nur zwei Tage später unbemerkt im Foodcourt eines Einkaufszentrums vergaß.
Wir bemerkten den Verlust erst einen Tag später und natürlich war der Hund inzwischen spurlos verschwunden. Dass das Kind todtraurig war, ist wahrscheinlich klar. Auf der Suche nach einem Ersatz wurde uns aber auch noch klar, dass die Produkte aus dem Shop exklusiv in Bluey‘s World verkauft werden. Hätten wir nie vermutet, weil die Preise wirklich in Ordnung waren. Es gibt dieses Kuscheltier also nirgends sonst zu kaufen und um in den Shop in Brisbane zu gelangen, hätten wir noch einmal an einer Tour teilnehmen müssen. Haben wir natürlich nicht, aus Geld- und Zeitgründen. Es hieß also trösten und hoffen, dass Long Dog irgendwo auf der Welt vielleicht nochmal auf uns wartet. 😅

Learnings:
- Keine Kuscheltiere oder Spielsachen kaufen, die es nur an einem bestimmten Ort gibt (an dem du nicht wohnst).
- Falls doch immer gleich zwei kaufen. 🤣
9. Das Paket
Vorab: Der eigentliche Fail war es schon unterwegs so viele Spielsachen und Kuscheltiere anzusammeln, dass sie nicht mehr in den Koffer gepasst haben. 😅 Nur mal für die Relation: ein halber Koffer (von insgesamt 3 Gepäckstücken) dient bei uns nur zum Spielzeugtransport. Es ist aber auch schwer unterwegs stark zu bleiben und nein zu den süßen, „ganz besonderen“ Andenken zu sagen. Außerdem ist natürlich auch auf Weltreise mal Ostern, Weihnachten oder Geburtstag.
Jedenfalls hatten wir irgendwann so viel angehäuft, dass wir vor der Wahl standen es zurückzulassen oder ein Paket nach Hause zu schicken. Wir haben uns für das Paket entschieden. Ganz naiv dachten wir, dass es kein großer Akt wäre ein bisschen Spielzeug von Australien nach Deutschland zu schicken. 🤣 Leider haben wir den Zoll verdrängt. Bevor wir das Paket überhaupt abgeben konnten, musste ich jeden (!) Artikel mit Zollcode deklarieren und den Wert angeben. Das ist bei gebrauchten Dingen, die z. T. Geschenke waren oder irgendwo gewonnen wurden gar nicht so einfach. Nach fast zwei Stunden Recherche hatte ich dann alles zusammen und wir bezahlten knapp 70 € für den Standardversand mit der Post.
Jetzt spulen wir mal zwei Monate vor. Der Versandstatus unseres Pakets reichte bis Brisbane, dann war‘s vorbei. Auf Nachfrage bestätigten sich unsere Befürchtungen: das Paket wurde vom deutschen Zoll abgelehnt und ist zurück an den Absender gegangen. Dort waren wir natürlich längst nicht mehr und der Inhalt war für immer verschwunden. 🥲

Learnings:
- Kauf gar nicht erst so viele Dinge oder plane einen extra Koffer ein.
- Falls du doch was verschicken willst, beschäftige dich INTENSIV mit den Zollvorschriften und Codes. Die EU hat die Regeln im Juli 2026 noch einmal verschärft.
- Versende nichts, was irgendwie unersetzbar oder wertvoll ist. Es gibt natürlich zusätzliche Versicherungen etc., aber es kann immer etwas schief gehen und verschwinden.
10. Ausgesperrt
Zum Schluss noch eine lustige Geschichte. Viele haben sich wahrscheinlich schon mal ausgesperrt. Ich habe es allerdings in Alice Springs geschafft, unsere ganze Familie auf dem Balkon aus dem Hotelzimmer zu sperren. 😅
Von unserem Zimmer aus hatten wir einen super Blick auf die Berge und unten im Garten hüpften Kaninchen neben Papageien herum. Natürlich mussten wir das kurz genießen. Damit keine Fliegen ins Zimmer kommen (wer in Australien war weiß, dass die eine echte Plage sein können), habe ich direkt hinter uns die Insektentür geschlossen. Mit einem Klick sprang die dann auch richtig fest ins Schloss. Leider gab es nur von innen einen Griff mit Klickschalter zum Öffnen.
Da standen wir nun also zu dritt auf dem Balkon, schauten ins Zimmer aber kamen nicht hinein und es war weit und breit kein Mensch zu sehen. Es wurde auch langsam Abend und abgesehen davon, dass es kalt war, würde später wahrscheinlich kaum noch jemand durch den Garten spazieren. Wir mussten uns also irgendwie selbst helfen.
Das war wieder einer der Momente, in denen Oli damit glänzen konnte, was er so alles in seinen Taschen lagert. 🤣 Warum auch immer hatte er nämlich noch zwei Plastiklöffel in der Hosentasche. Mit dem ersten versuchte er die Verriegelung zu lockern, aber leider klappte das nicht UND der Löffel fiel durch den dünnen Spalt ins Zimmer. 😅 Der zweite Löffel war also die letzte Chance. Wir haben damit ein kleines Stück des Insektengitters aus dem Rahmen gelöst, um an den Türgriff zu kommen (sorry an das Hotel). Wie ihr seht, hat es funktioniert und wir mussten nicht draußen erfrieren oder verdursten. 😄
Learnings:
- Oli darf seinen Krimskrams in den Taschen behalten, denn irgendwann ist es vielleicht wirklich nützlich.
- Man sollte prüfen, ob Balkontüren sich von außen öffnen lassen bevor man sie hinter sich schließt.
War‘s das schon?
Ich hoffe! Noch ist unsere Weltreise ja nicht zu Ende. 😅
Zusammenfassend kann man aber sagen, dass uns auf der Reise keine wirklich dramatischen Dinge passiert sind und es fast immer rund lief. Gleichzeitig gibt es natürlich hier und da kleine Fauxpas oder unvorhersehbare Ereignisse.
In unserem Fall waren es eher 10 Anlässe, um über uns selbst zu lachen. Damit du aber für Notfälle gewappnet bist, solltest du bei einer Weltreise immer eine gute Versicherung (Haftpflicht, Krankenversicherung und evtl. Unfallversicherung), mehrere Kreditkarten und ein sofort abrufbares Notfallbudget haben.

Ich habe schön gelacht. Wir sind sehr froh dass ihr keine schlimmeren Zwischenfälle hattet.
Ja, wir auch 😄 das war alles gut zu verschmerzen
Herrlich, haben uns köstlich amüsiert. Aber zum Glück waren es keine größeren Verluste.
Das stimmt. Wir müssen auch immer mal wieder über die Geschichten lachen 🤣