Entspanntes Inselfeeling & Luxus für Klein und Groß
Dass wir eigentlich keine Resort-Urlauber sind, wird anhand meiner anderen Blogbeiträge wahrscheinlich klar. Als wir während unserer Weltreise aber monatelang in Australien und Neuseeland unterwegs waren, bot sich eine Auszeit im Inselparadies Fidschi einfach an. Dort haben wir zum ersten Mal einen reinen Resort-Urlaub genossen und uns eine Woche lang wirklich nur entspannt.
Ein bisschen wehmütig bin ich wenn ich daran denke eigentlich nichts von den vielen verschiedenen Inseln, der Kultur oder dem normalen Leben auf Fidschi gesehen zu haben. Gleichzeitig hat sich dieser Familienurlaub so entspannt angefühlt wie kaum ein anderer.
Schon am Flughafen wirst du auf Fidschi von einem fröhlichen „Bula!“ (Hallo / Willkommen) begrüßt. Dieses Wort haben wir innerhalb der Urlaubswoche unzählige Male gehört und werden es wahrscheinlich nie wieder vergessen. 😉 Wirklich jeder grüßt sich hier, vom Hotel-Personal bis zu fremden Menschen auf der Straße. Manchmal wirken die Fidschianer durch eine eher ernste Mimik nicht sofort herzlich, ihr Verhalten zeigt dann aber sehr schnell wie freundlich sie tatsächlich sind – insbesondere zu Kindern. Unsere Tochter war im Paradies, alle haben sich für sie interessiert, High Fives gegeben oder gefragt wie es ihr geht. Wenn dein Kind Englisch spricht, wird es auf Fidschi schnell Kontakte knüpfen und auch alle anderen werden involviert.
Unser Hotel: Das Hilton Fiji Beach Resort & Spa
Unser Hotel hatte einen KidsClub, in dem jeden Tag abwechslungsreiche Aktivitäten angeboten wurden: vom Sandburgen bauen (und kaputt machen) am Strand, über Spiele-Klassiker wie Eierlaufen, Sackhüpfen oder Limbo bis zu Wissenschaftsexperimenten und gemeinsamem Kochen. Unsere Tochter (3) wollte noch nicht allein im Club bleiben und es war kein Problem als Elternteil dabei zu sein. Es wird alternativ auch ein Babysitter-Service angeboten.
Während die Kinder ihre Zeit mit neuen Freunden verbringen, kannst du dann z. B. wie Oli den Spa-Bereich für eine Massage besuchen, ins 24/7 geöffnete Fitnessstudio gehen oder einfach Me-Time am Pool oder auf dem Zimmer genießen.
Unser Zimmer war wirklich schön mit getrenntem Wohn- und Schlafbereich, Küche, Waschmaschine und Trockner, Bad mit Wanne und Dusche sowie zwei Balkonen. Zu unserem Haus gehörte außerdem ein kleiner privater Pool zur gemeinsamen Nutzung. Wenn es am großen Pool der Anlage zu voll wurde, konnten wir dort ganz in Ruhe als Familie unser Ding machen. Die unteren Zimmer haben einen direkten Zugang zu diesem Pool, wir mussten einmal ums Haus herum und über die Terrasse eines anderen Zimmers gehen – etwas gewöhnungsbedürftig. Dafür hatten wir von oben einen wunderschönen Ausblick auf das Meer und konnten mehr Ruhe genießen.
Das Hotel liegt auf Denarau Island, einer Halbinsel mit mehreren Luxus-Resorts nur ca. 30 Minuten vom Flughafen Nadi entfernt. Es gibt viele wunderschöne Ecken und Inseln in Fidschi, mit Kind wollten wir in der relativ kurzen Zeit aber nicht noch per Boot oder Flugzeug zu einer der anderen Inseln weiterreisen. Unsere Flugzeiten von/nach Cairns waren außerdem abends bzw. früh morgens, so dass eine kurze Anfahrt perfekt war. Wenn du auf der Suche nach Hotels zum Entspannen und Wohlfühlen für die ganze Familie bist, ist diese Gegend auf jeden Fall zu empfehlen.









Unsere Familien-Ausflüge auf Fidschi
Normalerweise sind wir immer mit dem Mietwagen unterwegs oder erkunden Großstädte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf Fidschi haben wir zur Abwechslung mal einen „klassischen Pauschalurlaub“ gemacht und uns zum Hotel fahren lassen ohne selbst mobil zu sein.
Denarau Island
In Denarau gab es dann aber einen „Bula Bus“, der die Hotels der kleinen Insel und den Hafen ansteuert. Diesen haben wir an einem Tag genutzt, um am Port Denarau ein bisschen zu shoppen und Kaffee zu trinken. Es gibt dort einige kleine Geschäfte und Restaurants, allerdings alles auf Touristen ausgerichtet, was bei einer Gegend mit fast ausschließlich Resorts natürlich logisch ist. Es war auf Fidschi allerdings zu keiner Zeit jemand aufdringlich oder wollte uns etwas verkaufen, du kannst wirklich entspannt durch die Geschäfte gehen und dich umschauen.
Direkt in Denarau gibt es auch einen Golfplatz inklusive Minigolf und den Big Bula Wasserpark mit Rutschen, Hüpfburgen usw. Das sorgt für etwas Abwechslung außerhalb der Hotelanlage.
Wenn du nicht mit dem Bus fahren möchtest oder z. B. mit dem Kinderwagen unterwegs bist, kannst du auch wunderbar auf den breiten Gehwegen spazieren gehen. Am Nachmittag waren die Temperaturen (Ende Juni) sehr angenehm.




Inselhopping mit South Sea Cruises / Ausflug nach South Sea Island
Wenigstens einen Bootsausflug wollten wir dann trotzdem auf Fidschi machen. Optimal war für uns mit Kind die Halbtagestour von Denarau zur South Sea Island. South Sea Island ist wirklich klein und – das solltest du unbedingt vorher wissen – ein reines Tourismusziel. Es gibt auf der winzigen Insel nichts außer einem Pool, Kinderspielplatz, zwei Bars, Liegen bzw. Sitzgelegenheiten und Schnorchelausrüstung, ein Glasbodenboot sowie Kajaks.
Nach der Ankunft mit dem Schnellboot wurde ein Mittagsbuffet serviert, begleitet von einem kurzen Kulturprogramm von der Insel-Crew. Du solltest hier keine authentische kulturelle Erfahrung oder einen Einblick ins Leben der Locals erwarten, dann wirst du auch nicht enttäuscht sein. 😅 Anschließend konnten wir unsere Zeit frei einteilen.
Wir waren zuerst eine Weile im Kinderspielbereich, anschließend haben wir die kurze „U-Boot-Fahrt“ mit einem Glasbodenboot mitgemacht (nichts für Menschen mit Platzangst o. ä.) und später war Oli noch schnorcheln. Wir alle haben dabei viele Korallen und bunte Fische gesehen, toll für kleinere Kinder, die noch nicht selbst tauchen und schwimmen können. Wer möchte kann außerdem an einem Schnorchelausflug mit Meeresbiologen teilnehmen und so noch mehr über die Unterwasserwelt erfahren. Das ganze Programm ist im Ausflugspreis inklusive, die Tourguides finanzieren sich dabei nur über Trinkgelder.
Bei Sonnenuntergang ging es dann wieder zurück zum Hafen von Denarau. Die großen Schnellboote können übrigens nicht ganz bis zur Insel fahren, da es keine Anlegestellen gibt und das vorgelagerte Riff sehr flach ist. Aus diesem Grund mussten wir vom Schnellboot in kleinere Motorboote umsteigen, die uns an den Strand gebracht haben. Dort führt die Treppe dann direkt ins knöcheltiefe Wasser, du solltest also unbedingt geeignete Schuhe, am besten Riffschuhe, tragen. Abends war der Seegang dann noch etwas stärker und wir mussten eine Weile auf dem Meer schippern bevor ein Andocken ans größere Schiff möglich war. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen hätten den Umstieg kaum geschafft.
Für uns war es ein schöner, entspannter Nachmittag, an dem wir mal etwas anderes gesehen haben. In Sachen Natur, Strand und Bootstouren haben wir allerdings auch schon spektakulärere Ziele gesehen. Alternativ kannst du mit South Sea Cruises auch andere Inseln besuchen oder dir eine Inselhopping Route zusammenstellen.











Fazit nach einer Woche Familienurlaub auf Fidschi
Wir alle waren etwas traurig als wir uns von Fidschi und unserem schönen Hotel verabschieden mussten. Ich wäre tatsächlich gerne noch länger geblieben, um mehr vom Land zu sehen und das Luxusleben im 5 Sterne Resort noch ein wenig länger zu genießen. Wer ein klassisches Inselparadies im Pazifik mit erstklassigem Service sucht, ist hier genau richtig. Wir waren Ende Juni, also im Winter, auf Fidschi und konnten mit konstant 25 bis 27C und Sonnenschein perfektes Wetter genießen. Ich würde definitiv wiederkommen – wenn Fidschi doch nicht so weit weg wäre…



