Tasmanien ist im Vergleich zum restlichen Australien eine eigene kleine Welt: grün und bergig, zeitweise fühlt es sich wie eine Mischung aus Norwegen, Schottland und Hawaii an. Definitiv ein wunderschönes Roadtrip-Ziel und viel zu oft bei Australien-Reisen vergessen!

Bei unserem Tasmanien-Roadtrip weichen wir etwas von der klassischen Route ab. Wir skippen den Osten mit Freycinet Nationalpark, Wineglass-Bay usw., da wir die Highlights mit Kleinkind nur schwer erreichen können (Wanderungen sind noch ziemlich begrenzt). Wenn du diese Spots sehen möchtest, kannst du sie einfach mit einem weiteren Zwischenstopp (1-3 Nächte) zwischen Hobart und Launceston ergänzen und dafür z. B. einen der Aufenthalte in Hobart am Anfang oder Ende des Roadtrips kürzen. Wir verbringen stattdessen mehr Zeit im Westen der Insel. Laut Locals eine gute Idee, denn im Gegensatz zur touristischeren Ostküste sehen wir so mehr von der ursprünglichen, wilden Natur Tasmaniens.

Kurze Zusammenfassung unserer Tasmanien-Reise:

Dauer: 2 Wochen

Strecke insgesamt: ca. 715 km

Längste Fahrtstrecke pro Tag: 250 km (Launceston – Queenstown)

Übernachtungsstopps: 3 ÜN in Hobart (Ridgeway), 4 ÜN in Launceston (Prospect), 3 ÜN in Queenstown (alternativ Strahan), optional: 1 ÜN am Lake St. Clair, 3 ÜN in Hobart (Glenorchy)

Hobart & Umgebung

Unterkünfte: Airbnb „Bush Home“ in Ridgeway. Wenn du etwas Besonderes suchst und absolute Ruhe genießen möchtest, ist das dein Haus. Die Mischung aus urigem Holz und moderner Panoramaverglasung, eine eigene Aussichtskuppel mit freiem Blick auf den Sternenhimmel und die umliegende Natur sind einmalig. Die Zufahrt ist etwas abenteuerlich, man gewöhnt sich aber daran. Hobart ist nur ca. 15 – 20 Minuten mit dem Auto entfernt. Im Garten konnten wir täglich Kängurus, verschiedene Vögel und Kaninchen beobachten und wir haben sogar einen Tasmanischen Teufel gesehen.


„Wow, was für eine Kulisse“ war unser erster Gedanke als wir vom Flughafen in Richtung Ridgeway an Hobart vorbeifahren. Das tiefblaue Meer mit weißen Booten, grüne Wälder und Berge. Die knapp 2 Stunden Flugzeit ab Adelaide haben uns gefühlt in eine andere Welt gebracht. Unsere erste Unterkunft, das Airbnb in Ridgeway, liegt dann auch noch mitten in den Bergen und zu unseren Nachbarn gehören u. a. zahlreiche Kängurus, Kookaburras und Wildhennen (passenderweise auch „Turbo-Hühner“ genannt, denn sie flitzen ultraschnell über die Wiesen und können bis zu 50km/h erreichen).

Meine Ausflugstipps für Hobart & Umgebung:
  • Mount Wellington: Den 1.271 m hohen Mount Wellington erkennst du dank seiner Höhe und der auffälligen Basaltwand recht schnell. Hier kannst du entweder wandern gehen oder (wie wir) mit dem Auto bis ganz nach oben fahren und die wunderschöne Aussicht über Hobart genießen. Es gibt auf dem Gipfel rollstuhl- und kinderwagengeeignete Wege bzw. eine entsprechende Aussichtsplattform und zusätzlich weitere befestigte Spazierwege mit kleineren Treppen oder Steinen. Die Straße nach oben ist asphaltiert und nicht zu kurvig. Oben gibt es einen großen Parkplatz. Die Fahrt lohnt sich wegen dem traumhaften Rundumblick auf jeden Fall.
  • Tasmanian Museum & Art Gallery: Wenn ich für einen Urlaub mit Kind ein Museum in Hobart aussuchen müsste, dann dieses. Der Eintritt ist frei, es gibt einen richtig schön gestalteten Raum für Kinder mit Wissenswertem über Tasmanien, Klettermöglichkeit inklusive Rutsche und ein Café mit gemütlichem Außensitzbereich. Außerdem bekommt man einen guten Überblick über die Natur Tasmaniens, die Geschichte der Aborigines, lokale Kunst und Kultur. Super fanden wir z. B. die Ausstellung „Islands to Ice“ mit vielen Informationen zur Antarktis und den angrenzenden südlichen Breitengraden inklusive kleinem Kino und riesigem Lego-Schiff.
  • MONA: Wenn ich von Museen in Hobart erzähle, muss ich natürlich auch das MONA (Museum of Old and New Art) erwähnen. Besonders gut gefallen haben uns hier die Außenbereiche mit Weinbar, Grill, Live-Musik und Spielplatz. Es gibt auch ein paar coole Kunstinstallationen vor dem Eingang des Museums zu sehen und die Aussicht ist toll. Das alles bekommst du übrigens gratis. Eintritt zahlst du dann für den Innenbereich des Museums. Dieses ist meiner Meinung nach eher etwas für Erwachsene bzw. Jugendliche. Die Ausstellungsräume sind spannend gestaltet, es ist allerdings ziemlich dunkel und gut besucht. Für meine Tochter (und mich 🤣) war es zum Teil ganz schön anstrengend. Für Kunstliebhaber und an Tagen mit weniger Besuchern ist das MONA sicher ein interessantes Ausflugsziel.
  • Kingston Park: Familien mit Kindern aufgepasst, dieser Spielplatz ist einen Besuch wert. Eigentlich ist es eher ein Spiele-Park mit verschiedenen Themenbereichen und zahlreichen Möglichkeiten zu schaukeln, rutschen, klettern usw. Es gibt Wasserspielplätze, rollstuhlgeeignete Schaukeln und Barbecue- bzw. Picknickbereiche. Alles war sehr sauber und liebevoll gestaltet, absolute Empfehlung. Alternativ fanden wir auch den Weltraum-Spielplatz im Benjafield Park super. An der Montrose Bay gibt es ebenfalls einen schönen Spielplatz inklusive Kleinkindbereich.
  • Van Diemens Land Creamery: Ein schwimmender Eisladen mit super leckerem Eis direkt am Hafen von Hobart. Hier gibt es auch mehrere sehr gute vegane Eissorten! Wenn du während der Happy Hour da bist, gibt es zwei Kugeln Eis zum Preis von einer.
  • Lauderdale Beach: Einer der schönen Strände im Osten von Hobart. Direkt am Strandzugang gibt es kostenfreie Parkplätze und dank Bäumen hinter dem Sandstrand findest du hier sogar etwas Schatten. Perfekt für Familien: am Eingang gibt es Sandspielzeug für Kinder, das du einfach ausleihen und nach dem Strandbesuch zurücklegen kannst.

Launceston & Umgebung

Fahrtstrecke: ca. 200 km / 2:30 h (Hobart – Launceston)

Unsere Unterkunft: Airbnb Cute & Cosy 2 Bedroom Unit in Prospect. Ruhige aber trotzdem zentrale Lage in einer Einfamilienhaussiedlung. Modern und sauber, 2 Schlafzimmer und ein kleiner Garten. Die Garage direkt am Haus fanden wir auch super.


Von Hobart aus geht unser Tasmanien-Roadtrip weiter durch die Highlands bis nach Launceston.

Falls du auf dem Weg einen Zwischenstopp suchst: wie wäre es mit Oatlands? Der kleine Ort am Lake Dulverton fühlt sich an wie eine Filmkulisse: charmante Cafés und Shops entlang der Straße, Steinhäuser mit traumhaften Gärten wie in England und eine wunderschöne alte Windmühle. Nach einem kurzen, entspannten Stopp kannst du dann weiter nach Norden fahren.

Launceston selbst ist die zweitgrößte Stadt Tasmaniens und liegt mitten im Grünen, umringt von Bergen und an der Grenze zum Tamar Valley, DER Weinregion Tasmaniens. Ich fand die Stadt wirklich schön und wohnlich. Außerdem ist Launceston als Gourmet Hub bekannt und hat viele gute Restaurants und Cafés zu bieten.

Meine Ausflugstipps für Launceston & Umgebung (familienfreundliche Unternehmungen):
  • Cataract Gorge Reserve: Naturerholungsgebiet mit unglaublich schöner Landschaft und vielen Freizeitangeboten: ob eine Fahrt mit dem längsten Sessellift der Welt, Schwimmen im Pool oder Wanderungen durch die Schlucht inklusive Hängebrücke und anschließender Pause im Café, hier gibt es für jeden etwas. Ein kleiner Spielplatz für Kinder ist natürlich auch vorhanden und das Ganze kostet abgesehen von einer geringen Parkgebühr (im Januar 2026 waren es 6 AUD) nichts.
  • Low Head Penguin Tours: Willst du Pinguine hautnah in ihrer natürlichen Umgebung beobachten, kann ich dir diese Tour nur ans Herz legen. Nach Sonnenuntergang watscheln die kleinsten aller Pinguine, die Little Blue Penguins, vom Tamar River an Land, um ihre Jungen zu versorgen. Ein einmaliger und absolut putziger Anblick. Der Strand ist zwischen Sonnenuntergang und -aufgang (ab einer Stunde davor/danach) gesperrt, um die Tiere zu schützen. Nimmst du an der Tour teil, kannst du die Pinguine aber nicht nur beobachten, sondern die Guides erklären in einer Stunde vor Ort auch wirklich viel und sind offen für all deine Fragen. Fotos und Videos sind (ohne Blitz) erlaubt. Absolute Empfehlung!
  • Queen Victoria Museum at Inveresk: Tolles, kostenfreies Ausflugsziel für Familien! Neben klassischen Ausstellungsräumen mit Dinosauriern, Tieren, Fundstücken aus dem Schiffswrack der 1797 gesunkenen Sydney Cove und Exponaten zur Eisenbahn-Geschichte, gibt es im Museum auch ein Planetarium, einen Spielraum für Babys und Kleinkinder und temporäre Ausstellungen. Besonders gut gefallen hat uns „Bugs“, ein großer, kreativ gestalteter Bereich, in dem Kinder alles über Insekten lernen können. Ob Zeichentisch, Käfer-Baustation, Kuscheltier-Insekten, Lupen oder Mikroskope, alles ist interaktiv und spannend gestaltet. Meiner Tochter hat es hier so gut gefallen, dass wir zweimal da waren.
  • Riverbend Park: Schöner Park am Tamar River mit vielen Sport- und Spielmöglichkeiten: Tischtennis, Basketball, Kajak-Touren, Kleinkind-Spielplätze, Wasserspielplätze, Skywalk (für Kinder ab 8 Jahren) uvm. Am Fluss entlang kannst du auch gut laufen oder spazieren gehen. Zwischendurch gibt es zahlreiche Bänke zum Ausruhen.
  • Lilydale Falls: Eine kurze Wanderung (ca. 10 Minuten pro Strecke) führt dich am Fluss entlang durch den Wald bis zu einem kleinen Wasserfall. Gehst du den Weg anschließend weiter, erreichst du nach etwa 5 Minuten einen zweiten Wasserfall. Super Ausflug für Familien, da die Strecke auch für kleinere Kinder einfach zu bewältigen ist. Auf der Wiese am Parkplatz gibt es einen Mini-Spielplatz mit Babyschaukel und Rutsche.
  • Bridestowe Lavender: Bist du im Dezember oder Januar in Launceston lohnt sich ein Ausflug zu den blühenden Bridestowe Lavendelfeldern. Anblick und Duft beim „Festival of Flower“ sind einfach wunderbar. Du kannst in Ruhe durch die Felder spazieren oder an einer geführten Tour teilnehmen. Im Woodcroft Café gibt es auch Lavendel-Scones, Lavendel-Eis (sehr lecker!) uvm. Nebenan befindet sich ein Shop, in dem du unzählige Lavendel-Produkte kaufen kannst. Bekannt ist das Bridestowe Estate u. a. für die Herstellung des weltweit reinsten Lavendel-Öls. Meine Tochter fand das Cornhole-Spiel vor dem Café/Shop und Bobbie The Bear, das flauschige lila Kuscheltier, super. Wir haben im Januar 2026 pro Erwachsenem 10 AUD Eintritt/Parkgebühr bezahlt, unsere dreijährige Tochter durfte gratis rein.
  • Trowunna Wildlife Sanctuary: Etwa eine Stunde von Launceston entfernt, wir haben hier auf der Fahrt nach Queenstown eine Pause gemacht. Plane deinen Besuch unbedingt so, dass du an einer der kostenfreien Führungen teilnehmen kannst. Anfang 2026 fanden die Touren immer um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr statt, aber schau am besten noch einmal auf der Webseite nach. Wir haben hier in 45 Minuten wirklich viel über die Locals unter den Tieren gelernt: Tasmanische Teufel, Wombats und Quolls. Im Rahmen der Tour durften wir sogar einen Baby-Wombat und einen Tasmanischen Teufel streicheln und haben bei der Fütterung zugeschaut. Die Nachmittags-Tour soll übrigens am besten sein, da die meisten Tiere dann aktiv sind. Es gibt auch Kängurus und verschiedene regionale Vögel (auch Gänse, Schwäne, Enten) zu sehen. Wie die meisten Wildtier-Rettungsstationen finanziert sich Trowunna über Spenden und Eintrittsgelder. Da der Fokus hier auf Tierrettung, -Aufzucht und -Auswilderung liegt, trägst du mit dem Eintrittsgeld zum Artenschutz auf Tasmanien bei.

Queenstown & Strahan

Fahrstrecke: ca. 250 km / 3:30 h (Launceston – Queenstown)

Unsere Unterkunft: Ferienhaus „Queen River Cabin“, das vielleicht schönste Haus von Queenstown 😅 modern und gemütlich eingerichtet, mit 2 Schlafzimmern plus Kinderzimmer und der am besten ausgestatteten Küche aller Unterkünfte unserer Weltreise! Highlight: die historische Dampflok fährt direkt am Garten vorbei.


Queenstown ist eine alte Bergbaustadt, in der 1881 das erste Gold gefunden wurde. Später kam der Abbau von Kupfer und Silber hinzu und auch heute ist die Stadt, in der die Zeit stehengeblieben scheint, noch für ihre Minen zum Rohstoffabbau bekannt. Der Ort selbst ist kein Highlight (sorry Queenstown 🙈), aber die Geschichte und vor allem die Landschaft sind interessant. Queenstown ist umgeben von Bergen und Regenwald. Es gibt zahlreiche Wasserfälle und Wanderwege und selbst mit dem Auto erreichst du beeindruckende Aussichtspunkte entlang der kurvigen Bergstraßen.

Diese Ausflüge empfehle ich dir für die Gegend um Queenstown und Strahan (wie immer familienfreundlich):
  • West Coast Wilderness Railway (Queenstown oder Strahan): Eine Fahrt mit der historischen Eisenbahn ist sowohl von Queenstown als auch von Strahan aus möglich. Wir haben die 3-stündige Tour von Queenstown nach Rinadeena mit kurzem Zwischenstopp in Lynchford gemacht. Du erfährst unterwegs einiges über die Bergbau- und Eisenbahn-Geschichte und die Fahrt ist (auch in der Economy Class) ein Highlight für sich. Es geht durch den Regenwald, am Fluss entlang und sogar den „Rinadeena Saddle“ hinauf. Am ersten Halt in Lynchford (ca. 20 Minuten) kannst du Gold schürfen oder ein kleines Museum besuchen, am zweiten Stopp in Rinadeena (ca. 40 Minuten) kannst du zuschauen wie die Lok manuell gedreht wird und einen kleinen Snack bzw. Getränke kaufen. Von den Zwischenstopps hatten wir uns ehrlich gesagt etwas mehr erhofft, eine Möglichkeit für einen kurzen Spaziergang zum Beispiel. Davon abgesehen ist die Fahrt aber empfehlenswert und auch für Kinder ein spannendes Erlebnis. Tickets müssen unbedingt im Voraus reserviert werden, am besten etwa einen Monat vor der geplanten Fahrt.
  • Hogarth Falls (Strahan): Eine super Wanderung für Familien, denn der Weg ist nicht zu lang (etwa 30 Minuten pro Strecke) und gut befestigt ohne große Höhenunterschiede. Du läufst durch den grünen Regenwald und erfährst dank Lerntafeln etwas über die Vegetation vor Ort. Besonders süß sind die Zeichnungen und Beschreibungen von Grundschulkindern, die auf den Schildern zu sehen sind. Unsere Tochter wollte jedenfalls immer wieder wissen, was die anderen Kinder da so gemalt und geschrieben haben. Der kleine Wasserfall ist das Ziel des Wanderwegs und du gehst anschließend den gleichen Weg wieder zurück zum Parkplatz. Wir waren am frühen Abend hier (Start gegen 17:30 Uhr) und hatten den Wanderweg fast für uns allein.
  • Horsetail Falls (Queenstown): Falls du hier einen richtigen Wasserfall sehen willst, musst du in den Wintermonaten zu den Horsetail Falls wandern. Im Sommer ist kaum etwas vom Wasser zu sehen, aber die Aussicht auf die Berge ist trotzdem beeindruckend. Ich bin mit meiner dreijährigen Tochter bis zur Hälfte der Strecke gewandert und habe den Blick von dort aus genossen (etwa 15 Minuten vom Parkplatz aus). Oli ist bis zur Plattform am Wasserfall gelaufen, das hat nochmal ca. 15 Minuten pro Strecke gedauert und es gibt unterwegs einige Treppen und abfällige Kieswege ohne Absperrung (für kleine Kinder nicht geeignet). Den Wasserfall siehst du aber auch von der Hälfte der Strecke aus sehr gut.
  • Gordon River Schifffahrt (Strahan): Eine Fahrt über den Gordon River im Franklin Gordon Wild Rivers National Park soll ein ganz besonderes Erlebnis mit wunderschönen Einblicken in die Natur Tasmaniens sein. Buchen kannst du sie beim Familienunternehmen World Heritage Cruises. Es gibt Vormittags- und Nachmittagstouren, beide dauern allerdings 5 bis 6 Stunden. Für uns war das mit Kleinkind noch zu lange, aber wenn du ausreichend Zeit und ältere Kinder hast, wird sich der Ausflug sicher lohnen. Die Ausstattung des Katamarans ist außerdem wirklich gut und umfasst u. a. zwei Bars, Aussichtsplattformen und bequeme Sitze sowie ein Spielzimmer für Kinder. Während der Fahrt kannst du auch die Captains Lounge besuchen.
  • The Ship that never was (Strahan): Dieses Theaterstück wird bereits seit Januar 1994 in Strahan aufgeführt und ist damit das am längsten laufende Stück Australiens. Es geht um die (wahre) Geschichte des letzten Ausbruchs von der Häftlingsinsel Sarah Island 1834. Der Ausbruch und die darauffolgende abenteuerliche Reise werden auf witzige, interaktive Weise erzählt, so dass das Theaterstück sehr gut für Familien geeignet ist. Die Spielzeit ist aktuell immer 17:30 Uhr (Dauer etwa 1:15 h) und Tickets müssen vorab reserviert werden.
  • Mount Jukes Lookout (Queenstown): Schöner Aussichtspunkt direkt an der Straße. Du hast einen beeindruckenden Panoramablick auf einige der ältesten Gesteinsformationen Tasmaniens. Die Landschaft wurde von Plattenverschiebungen, Erosion, Eiszeiten und sogar einem Meteoriteneinschlag geformt. Vor den Berggipfeln (u. a. Frenchman‘s Cap) sticht der blaue Lake Burbury heraus und lässt die Aussicht wie ein Postkartenmotiv wirken.
  • Mount Huxley Lookout (Queenstown): Ebenfalls direkt an der Straße und zwischen Queenstown und Mount Jukes Lookout gelegen. Da die Straße quasi ins Nirgendwo fährt (Zufahrt zu den Dämmen ist abgesperrt), kannst du den weiten Blick auf die umliegenden Berge wahrscheinlich ganz allein genießen.
  • Iron Blow Lookout (Queenstown): Ein weiterer schöner Aussichtspunkt in Queenstown, diesmal sogar mit kleiner Plattform. Diese ragt über die Felsen hinaus und ermöglicht einen beeindruckenden Blick in die einstige (größte) Kupfermine von Mount Lyell. Heute ist der Krater mit tiefblauem Wasser gefüllt.

Wanderregionen Lake St. Clair Nationalpark & Cradle Mountain

Fahrtstrecke: ca. 90 km / 1:30 h (Queenstown – Lake St. Clair)


Um die Rückfahrt nach Hobart zu verkürzen, haben wir noch einen Übernachtungsstopp in der Nähe vom Lake St. Clair Nationalpark eingelegt. Wir machen während unserer Fahrten regelmäßig längere Pausen (Kleinkind an Bord 😉) und so werden 4 bis 5 Stunden laut Maps gerne mal zur Tagestour. Autofahrten im Dunkeln vermeiden wir in Australien so weit wie möglich, da nachts viele Tiere unterwegs sind und „Road Kill“ (Wildunfälle) sowieso schon ein Problem ist.

Lake St. Clair

Der „stille See“ Lake St. Clair ist wunderschön von grünen Bergen umgeben. Es gibt viele Wanderwege mit unterschiedlicher Dauer und verschiedenen Schwierigkeitsgraden (siehe Foto).

Zusammenfassung der Wander-Routen am Lake St Clair mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden
Wander-Routen am Lake St Clair

Es gibt ein Visitor Center mit Informationen zur Umgebung und einem kleinen Shop. Hier kannst du auch den Nationalpark-Pass kaufen, den du sichtbar ins Auto legen musst wenn du in den tasmanischen Nationalparks (u. a. Lake St. Clair und Cradle Mountain) unterwegs bist. Im Café nebenan gibt es Kaffee & Kuchen, Eis, warme Speisen und eine Bar.

Wir haben einen entspannten Nachmittag am See verbracht und sind den kürzesten Spazierweg (vom Strand mit Aussichtsplattform am Jetty entlang) gegangen. Willst du längere Wanderungen unternehmen, bereite dich unbedingt gut vor und registriere dich am Startpunkt.

Cradle Mountain

Der 1.545 m hohe Cradle Mountain befindet sich ebenfalls im Nationalpark, allerdings am gegenüberliegenden nördlichen Ende (3 Stunden mit dem Auto vom Lake St. Clair entfernt). Es gibt einen Overland-Track, auf dem du in 5 bis 6 Tagen vom Lake St Clair zum Cradle Mountain wandern kannst. Einfacher erreichst du diese Gegend mit dem Auto von Queenstown aus (ca. 1:30 h bzw. 110 km Fahrt).

Vom Visitor Center am Cradle Mountain aus fahren Shuttlebusse in den Nationalpark. Während du natürlich ganztägige und anspruchsvolle Wanderungen machen kannst, bieten sich auch kürzere und leichtere Touren an. Ein einfacher (aber längerer) Spaziergang führt z. B. um den Dove Lake. Der Rundweg ist etwa 6 km lang und führt dich durch Kiefernwälder und Moorlandschaften, vorbei an zahlreichen Aussichtspunkten.

Da das Wetter am Cradle Mountain schnell umschwingen kann, solltest du auch hier Ausrüstung bzw. Kleidung für alle Fälle dabei haben.

Zurück nach Hobart

Fahrstrecke: ca. 175 km / 2:30 h (Lake St. Clair – Hobart)

Unsere Unterkunft: Airbnb „Suburban Oasis“ in Glenorchy. Wow, was für ein Traumhaus mit riesigem Gartenparadies! Als wir an der Straße vor dem Haus ankommen, haben wir nicht annähernd so ein schönes Zuhause erwartet. Selbst die Fotos können die Größe und das ansprechende Design nicht wirklich wiedergeben. Absolut empfehlenswert, auch für größere Gruppen bzw. Familien (2 Doppel- und 3 Einzelbetten vorhanden).


Unser Roadtrip durch Tasmanien endet, wo er begonnen hat: in Hobart. Meine Highlights aus der tasmanischen Hauptstadt findest du am Anfang des Beitrags. Für uns geht es anschließend weiter nach Neuseeland, wo wir drei Monate lang einen Roadtrip auf der Nord- und Südinsel machen.

Hast du Lust auf noch mehr Australien, kannst du dir auch die Beiträge zu unseren Roadtrips in Westaustralien von Perth bis Albany oder entlang der Südküste inklusive Great Ocean Road, Melbourne und Adelaide anschauen.

Close

Roadtrip Reisen

Roadtrips & Reisetipps für Familien

Roadtrip Reisen
© Copyright 2025. All rights reserved.
Close