Australien-Roadtrip im Outback: von Alice Springs bis Ayers Rock

Das australische Outback ist riesig und du erreichst es von allen Bundesstaaten aus mit mehr oder weniger viel Ausdauer. 😉 Wir haben uns für eine ziemlich klassische Roadtrip-Route im Northern Territory entschieden: von Alice Springs aus folgten wir dem bekannten Red Centre Way bis wir am spirituellen Herzen Australiens, Uluru, bzw. in Ayers Rock ankamen. Dabei sind wir zum Großteil auf den befestigten Straßen (dem Lasseter und Stuart Highway) geblieben und haben einen Zwischenstopp im „Centre of the Centre“ eingelegt. Dieser familienfreundliche Outback-Roadtrip sollte bei deiner Australien-Rundreise auf keinen Fall fehlen!

Kurzer Überblick zum Outback-Roadtrip in Australien:

Fahrtstrecke: ca. 890 km

Route: Alice Springs – Erldunda – Ayers Rock – Erldunda – Alice Springs

Dauer: 7 Tage

Unterkünfte:
  • Double Tree by Hilton in Alice Springs: Standard-Kettenhotel, wirkt von außen etwas in die Jahre gekommen, aber die Zimmer mit Bergblick waren gut und groß, vor allem die Suite war toll, gutes Frühstück
  • Erldunda Desert Oaks Resort: entgegen dem Namen ein klassisches Outback-Roadhouse, also ein Motel und Campingplatz mit schönem Spielplatz, Taverne/Restaurant, kleinem Shop und Tankstelle, Zimmer sehr einfach und in Sachen Sauberkeit ausbaufähig, aber ok als kurzer Zwischenstopp mitten im Outback, unsere Tochter liebte es die Emus zu füttern
  • Desert Gardens Hotel Ayers Rock: die teuerste Übernachtung unserer Weltreise für ein ganz normales Hotelzimmer, allerdings perfekte Lage am Nationalpark und alles Notwendige in der Anlage (Restaurants, Supermarkt, Shops, Pools, Spielplatz)

Darauf solltest du bei einem Roadtrip durch das australische Outback achten:

Plane kürzere Strecken und regelmäßige Pausen

Fahrten durchs Outback sind ermüdend. Es geht hunderte Kilometer geradeaus ohne dass sich Landschaft, Geschwindigkeit oder Fahrbahn irgendwie verändern. Die Strecke von Alice Springs nach Ayers Rock (ca. 5,5 h Fahrtzeit) wären wir an anderen Orten am Stück gefahren, hier würden wir das auf keinen Fall empfehlen. Auch Nachtfahrten solltest du vermeiden. Eine Zwischenübernachtung macht also durchaus Sinn.

Buche das passende Fahrzeug für deinen Roadtrip

Abgesehen von den beiden großen Highways findest du im Outback von Australien vor allem unbefestigte Gravel Roads (Schotterpisten). Willst du Orte wie den King‘s Canyon oder die Henbury Meteoritenkrater sehen, benötigst du ein 4×4 Fahrzeug und je nach Strecke Permits, also Durchfahrgenehmigungen. Diese erhältst du z. B. im Visitor Center von Alice Springs, musst sie aber natürlich im Voraus organisieren. Prüfe deshalb unbedingt auf welchen Routen du unterwegs sein wirst. Wir haben auf unserem Roadtrip auch unzählige Camper in allen Varianten getroffen. Das ist auf der direkten Route zwischen Alice Springs und Ayers Rock auf jeden Fall eine Alternative zu Motels plus Auto.

Nimm ausreichend Wasser und Nahrungsmittel mit

Eigentlich logisch, denn es gibt im Outback zwar kleine Shops (an den Roadhouses/Tankstellen), aber die Auswahl ist begrenzt, die Preise hoch und die Entfernungen zum Teil groß. Mache also in Alice Springs noch einmal einen Großeinkauf und nimm vor allem viel Wasser mit. Das brauchst du im Outback nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Zähneputzen etc., da das Leitungswasser nicht trinkbar ist.

Wähle die richtige Reisezeit

Grundsätzlich kannst du das ganze Jahr über durchs Outback fahren, im australischen Sommer ist es allerdings sehr heiß und es regnet häufiger, Überflutungen inklusive. Aufgrund der hohen Temperaturen sind viele Wanderwege im Sommer ab 11 Uhr geschlossen und Ausflüge nur morgens möglich. Uluru einmal bei Regen mit den riesigen Wasserfällen zu sehen muss allerdings ein ganz besonderes Erlebnis sein. Für mich wäre es trotzdem kein ausschlaggebendes Argument für den Sommer. 😉 Wir waren Mitte Juli, also im Winter unterwegs und konnten perfektes Wanderwetter bei ca. 20 C und Sonnenschein genießen. Nachts wurde es dafür richtig kalt, dicke Kleidung sollte also mit im Gepäck sein. Trotz der australischen Winterferien, die während unserer Reise gerade zu Ende gingen, konnten wir den Roadtrip genießen und es war nirgends zu voll. Außerhalb der Ferienzeiten sind die Preise für Unterkünfte aber wahrscheinlich etwas erschwinglicher.

Zeige Respekt vor den Einheimischen

Vergiss nicht, dass insbesondere Uluru und Kata Tjuta spirituell sehr bedeutende Orte für die Aborigine-Völker sind. Es ist wunderbar, dass wir diese besuchen können und alles so gut erschlossen ist, aber das Verhalten mancher Touristen ist nett gesagt respektlos. Die wenigen Regeln sind eigentlich nicht kompliziert: zum Beispiel gibt es kulturell sensible Bereiche, die nicht fotografiert oder gefilmt werden dürfen (mit Schildern und Markierungen versehen), an manchen Orten sind Stille und Respekt erwünscht und natürlich sollte man keinesfalls auf die Felsen klettern. Trotzdem hatten in einer Schlucht unzählige Besucher das Bedürfnis laut zu schreien als hätten sie noch nie zuvor ein Echo gehört und in einem der kulturell sensiblen Bereiche wurde ein Kind zum Fotografieren auf den Felsen gestellt. Sei einfach nicht wie diese Menschen, sondern zeige Respekt vor den Einheimischen und ihrem Land.

Start- und Endpunkt des Roadtrips: Alice Springs

Alice Springs ist gut mit dem Flugzeug zu erreichen und damit optimaler Ausgangspunkt für einen Outback-Roadtrip in familienfreundlicher Länge. Die Stadt ist ein bisschen wie eine Oase mitten im Busch: Flughafen, Supermärkte, Restaurants – hier gibt es alles, wenn auch in überschaubarer Menge im Vergleich zu anderen australischen Städten. Wie fast überall in Australien findest du auch in Alice Springs ein Sanctuary für Kängurus (bekannt aus „Känguru Dundee“) und ein Reptilien Centre. Du wirst an vielen Orten die wunderschönen Werke indigener Künstlerinnen und Künstler bestaunen, nicht nur in den Galerien, und natürlich ist auch die umliegende Natur sehenswert.

Was es leider auch gibt sind soziale Probleme wie Obdachlosigkeit und Armut. Gleichzeitig wird deutlich, dass die indigene Bevölkerung in Australien leider wenig integriert ist. Die enormen sozialen und beruflichen Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen fielen sofort auf. Das Problem gibt es natürlich nicht nur hier und ich will an dieser Stelle gar nicht zu weit ausholen, denn jeder, der sich mit Australien befasst wird früher oder später mit der Thematik konfrontiert. Wenn man allerdings wie wir vorher das benachbarte Neuseeland besucht hat, schneidet Australien im Umgang mit seinen Ureinwohnern eher schlecht ab. Das nur kurz am Rande, weil es uns auf diesem Reiseabschnitt besonders aufgefallen ist.

Ausflugstipps für Familien im Outback (Northern Territory)

Standley Chasm (West MacDonnell Ranges)

Unser erstes Ausflugsziel in den West MacDonnell Ranges war der Standley Chasm, erreichbar in etwa 45 Minuten Fahrtzeit von Alice Springs. In den schönsten Rottönen leuchtet die Felsschlucht wohl mittags, aber auch am frühen Nachmittag war der Anblick sehr schön.

Wir waren im Winter (Mitte Juli) am Standley Chasm und hatten perfektes Wanderwetter. Im Sommer wird es allerdings sehr heiß und der Weg ist oft ab 11 Uhr geschlossen. Dann solltest du den Ausflug früh am Morgen planen und an viel Wasser, Snacks und Sonnenschutz denken.

Es wird eine Eintrittsgebühr von 15 AUD erhoben, die du vorab online oder einfach im Shop neben dem Café zahlen kannst. Danach erhältst du den Code für das Eingangstor. Die Einnahmen werden vor allem für die Instandhaltung genutzt.

Die Wanderung vom Parkplatz und Café zum Standley Chasm ist mit ca. 20 Minuten pro Strecke kurz und auch für Kinder super zu meistern. Du brauchst dabei keine Wanderausrüstung, außer du möchtest zusätzlich auch die anspruchsvolleren Trails (z. B. den Larapinta Trail) gehen.

Simpsons Gap (West MacDonnell Ranges)

Auf der gleichen Strecke, aber nur ca. 20 Minuten von Alice Springs entfernt, findest du die Simpsons Gap. Dieser Ausflug hat mir wirklich richtig gut gefallen, denn die riesigen Felsklippen mit dem Wasser in der Mitte (nur nach Regenfällen) sind einfach ein spektakulärer Anblick. Vom Parkplatz aus dauert der Spaziergang nur etwa 5 bis 10 Minuten und ist somit für alle Altersklassen gut machbar.

Wenn du wie wir am späten Nachmittag an der Simpson‘s Gap bist, kannst du mit Glück vielleicht auch Black Footed Rock Wallabies beobachten. Die süßen Tiere zeigten sich bei unserem Besuch ab ca. 17:00 Uhr und setzten sich auf einmal ganz still und fast unbemerkt hinter uns. Dass man die Wallabies trotz der Nähe nicht füttern, streicheln oder sich sonst irgendwie annähern sollte, ist hoffentlich selbstverständlich.

Alice Springs Desert Park

Wir waren zufällig kurz vor Beginn der Vogelshow da und starteten direkt mit diesem Highlight. Die Vögel wurden kurz im Freiflug gefüttert und durften sich zurückziehen falls sie keine Lust hatten. Dabei erzählte die Tierpflegerin viele interessante Dinge zu den (meist) fliegenden Bewohnern des Red Centres von Australien. Besonders süß war ein kleiner Wagtail namens Bruce, der die Mitarbeiterin wie ein Schatten verfolgte – immer in der Hoffnung auf einen Snack. Insgesamt war der Vortrag von ca. 30 Minuten kurzweilig und unterhaltsam.

Danach spazierten wir durch den großen Park und sahen u. a. Dingos, Emus, Kängurus und zahlreiche Vögel. Besonders spannend war das Haus mit den nachtaktiven Tieren. Dort leben von Ameisenigel über Bilby bis zum Dornteufel so einige außergewöhnliche australische Tiere.

Wir waren zwei Stunden im Desert Park unterwegs und hätten sogar noch mehr Zeit hier verbringen können. Auch das dazugehörige Café können wir sehr empfehlen.

Botanischer Garten von Alice Springs

Dass ein Botanischer Garten mitten im Outback anders aussieht als an den meisten Orten ist naheliegend. Statt Blütenpracht und üppigem Grün erwarten dich eher karge Natur und einheimische Busch-Gewächse. Ich würde den Olive Pink Botanical Garden deshalb auch nicht wegen der Pflanzen besuchen (außer du bist sehr interessiert an der lokalen Vegetation).

Uns gefiel aber der Hill Walk links neben dem Café gut, bei dem es über zahlreiche Steinstufen auf den Meyers Hill geht. Von oben genießt du einen tollen Panoramablick über Alice Springs und die umliegende Landschaft. Wir haben bei unserem Besuch um die Mittagszeit zwar nur kleine Eidechsen gesehen, aber bekannt ist der Ort vor allem für die Black Footed Rock Wallabys, die du hier häufig antriffst.

Auch das Café ist gut bewertet und war sehr gut besucht. Da wir gerade vom Frühstück kamen, haben wir es ausnahmsweise nicht selbst getestet. 😉

Henley Meteoritenkrater

Auf dem Weg von Alice Springs nach Erldunda haben wir hier einen Zwischenstopp gemacht. Es ist ein kleiner Umweg über eine Gravel Road (ca. 30 Minuten insgesamt) nötig und ein 4×4 Fahrzeug empfehlenswert. Dafür waren wir an den Kratern fast allein unterwegs.

Die Einschlagstellen sind auch nach über 40.000 Jahren noch gut zu erkennen, inzwischen allerdings bewachsen. Auf dem kurzen Spaziergang (etwa 20 Minuten Rundweg) gibt es mehrere Infotafeln und es war ein toller Ort, um unserer Tochter Einiges zu Meteoriten zu erklären. Am Parkplatz gibt es außerdem Picknickbänke. Insgesamt ein netter Zwischenstopp falls du Zeit hast und dich für das Thema interessierst.

Mount Conner

Wenn die Fahrt von Alice Springs in Richtung Uluru sich langsam endlos anfühlt, erscheint am Horizont plötzlich ein riesiger Monolith. Mein erster Gedanke war: ist das Uluru? Nein, ist es nicht. Aufgrund der Ähnlichkeit wird Mount Conner aber manchmal als „Fooluru“ bezeichnet, denn wer zum ersten Mal hier ist, kann die beiden Riesen aus der Ferne durchaus erstmal verwechseln.

Für uns war der Anblick auf jeden Fall beeindruckend genug, um kurz am Aussichtspunkt anzuhalten und den Felsen aus der Ferne zu bewundern. Näher heran kommst du nur bei einer geführten Tour oder bei einer Übernachtung in Curtin Springs, denn das ganze umliegende Gebiet ist Weideland im Privatbesitz.

Das Highlight unseres Outback-Roadtrips: der Uluru – Kata Tjuta National Park

Wir konnten Australien einfach nicht verlassen ohne Uluru, den riesigen, roten Felsen in der Mitte des Landes, gesehen zu haben. Ob es sich gelohnt hat stundenlang durchs Outback zu fahren, um gigantische Felsen zu sehen? Auf jeden Fall!

Organisatorisches & allgemeine Infos

Wir haben zwei Tage im Uluru-Kata Tjuta Nationalpark verbracht. Für uns als Familie mit vierjährigem Kind war das ausreichend, willst du viele oder längere Wanderungen unternehmen, lohnt sich auch ein längerer Aufenthalt.

Der Nationalpark-Pass kostete im Juli 2026 38 AUD pro Erwachsenem, Kinder bis einschließlich 17 Jahren haben kostenfreien Eintritt, müssen aber angegeben werden. Dieser Tarif erlaubt den Aufenthalt im Park für drei Tage. Es gibt außerdem eine Jahreskarte für 50 AUD. Du kannst den National Park Pass entweder vorab online kaufen oder wie wir einfach bei der Einfahrt bezahlen. Dort erhältst du auch eine Karte für Uluru und Kata Tjuta mit den jeweils wichtigsten Informationen und Routen.

Bei allen Wanderungen und Stopps im Uluru – Kata Tjuta National Park solltest du mindestens Sonnenschutz, viel Wasser und je nach Saison einen Schutz vor den wirklich nervigen Fliegen dabei haben. Selbst im Winter war Oli kurz davor sich ein Netz zu kaufen, um nicht ständig von Fliegen bedrängt zu werden. 😅 Dunkle Kleidung wirkte besonders anziehend auf die Tiere, mit hellen Farben blieb ich eher verschont.

Als Unterkunft können wir die Hotels bzw. den Campingplatz in Ayers Rock (Details oben unter Unterkünfte) empfehlen. Dort bist du mit allem versorgt, was wichtig sein könnte und gelangst schnell in den Nationalpark. Besonders wenn du Touren zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang planst, ist das ideal. Eine wirkliche Alternative gibt es sowieso nicht, abgesehen von langen Autofahrten, von denen ich nach einem ohnehin langen Tag in der Natur abraten würde.

Im Nationalpark selbst bist du im Cultural Centre ebenfalls gut versorgt. Das Café hatte leckere Snacks und Getränke, es gab einen Shop, ein Kunstatelier und viele Informationen zur kulturellen Bedeutung des Ortes sowie zum Leben der Aborigines. Schattige Sitzgelegenheiten und Toiletten sind ebenfalls vorhanden.

Familienfreundliche Wanderungen und Stopps im Uluru – Kata Tjuta National Park

Kata Tjuta, auch bekannt als „die Olgas“, hat uns allein wegen seiner Größe fast noch mehr beeindruckt als Uluru. Auch Uluru war jedoch in der Realität durch seine ungewöhnliche Struktur viel faszinierender als Fotos es erahnen lassen. Vergiss auf keinen Fall bei deinem Roadtrip ausreichend Zeit für beide Highlights einzuplanen. Wir haben jeweils einen Tag bei Kata Tjuta und Uluru verbracht und u. a. diese Zwischenstopps gemacht:

Mala Walk (Uluru)

Bei diesem Spaziergang am Fuße des Uluru erfährst du viel über das Leben der Aborigine-Stämme und die Schaffungsgeschichte „Tjukurpa“. Du siehst Höhlen (in der Boys Cave sogar Malereien an den Felswänden) und kannst auf Informationstafeln viel über das Zusammenleben der Stämme lernen. Endpunkt der Wanderung ist die Kantju Schlucht mit einem Wasserloch und bei Regen großem Wasserfall. Jeden Morgen gibt es auf dem Mala Walk eine kostenfreie Ranger Führung. Im Winter startet diese 10 Uhr am Parkplatz, im Sommer 8 Uhr.

Walpa Gorge Walk (Kata Tjuta)

Der Wanderweg ist mit etwa 20 Minuten pro Strecke nicht zu weit, zwischendurch aber durch den steinigen Boden und die Hitze etwas beschwerlich. Auf dem Weg gibt es aber immer wieder Bänke, die zu einer Pause einladen und die Felswände spenden am Ende angenehmen Schatten. Diese Felsen sind auf beiden Seiten beeindruckend hoch und bilden einen faszinierenden Kontrast zur grünen Vegetation entlang des Wassers.

Kata Tjuta Dune Walk

Dieser Spazierweg über die Dünen ist sehr kurz und einfach, die Aussicht von der Plattform am Ende aber sehr schön. Während du Kata Tjuta aus der Nähe betrachtest, zeigt sich weiter entfernt im Osten auch der Uluru. Ein entspannter Zwischenstopp für die ganze Familie.

Sunset Viewing Parkplatz (Uluru)

Auf der Nationalpark-Karte sind die jeweils besten Orte für Sonnenaufgang und -untergang markiert. Klar, dass dort zu diesen Zeiten viel los ist – die Masse an Menschen und Autos hat mich dann aber trotzdem überrascht und wäre nicht der perfekte Parkplatz für uns frei gewesen, wären wir bestimmt direkt weitergefahren. Der Anblick des Farbspiels am Abend war wirklich schön: bei Sonnenuntergang leuchtete der Uluru rot auf, sobald die Sonne verschwunden war, wurde der Fels dunkel. Außerdem haben wir dank vieler Fotografie-Experten vor Ort ein richtig schönes Familienfoto vorm Uluru statt der üblichen Selfies. Der Halt hat sich also gelohnt. Extra früher kommen um einen guten Platz zu sichern würde ich aber nicht. Suchst du mehr Ruhe oder willst sehen wie die Sonne direkt hinter Uluru auf- bzw. untergeht, kannst du die empfohlenen Spots einfach zur gegensätzlichen Tageszeit besuchen (Sunrise-Tipp am Abend oder Sunset-Tipp am Morgen).

Vom Red Centre ans Top End

Für uns ging die Reise anschließend weiter zum tropischen Top End Australiens, wir blieben also im Northern Territory. Der Kontrast zwischen den beiden Gegenden könnte kaum größer sein. Während das Zentrum trocken, eher karg und im Winter kühler ist, erwarteten uns im Norden tropische Wärme und viele tierische Bewohner, allen voran Salzwasserkrokodile. Du könntest den Outback-Roadtrip theoretisch einfach verlängern und würdest dann nach etwa 1.500 Kilometern Darwin erreichen. Oder du machst es wie wir und fliegst stattdessen bequem in ca. 2 Stunden nach Darwin. Im zweiten Teil des Beitrags zu unserem Roadtrip im Northern Territory erfährst du, welche Route und Zwischenstopps wir am Top End gewählt haben.

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