2. Etappe: Es dampft und brodelt rund um Rotorua
Fahrtstrecke: ca. 225 km / 2:30 h (Auckland – Rotorua)
Unterkunft: Airbnb „Mountain Bike Manor“. Das Haus gehört nicht zu den neuesten und hier und da zeigt sich das, aber es hat seinen ganz eigenen Charme. Toll sind der parkähnliche Garten und das Spielzimmer für Kinder. Tischtennisplatte und Kicker in der Garage waren ebenfalls super.
Als wir in Rotorua ankommen, habe ich direkt einen Gedanken: dieser Ort ist der Traum aller Teamevent-Organisatoren. 🤣 Hier gibt es wirklich alle möglichen sportlichen Aktivitäten: Tree Walk, Bungee Jumping, Ziplining, (Mini) Golf, Mountain Bike Trails, Wassersport und falls du schon immer mal in einem riesigen, durchsichtigen Ball den Berg hinab rollen wolltest: die ZORB Tracks erwarten dich. Adrenalinjunkies sollten unbedingt das Veloctiy Valley besuchen, DAS Zentrum für actionreiche Erlebnisse in Neuseeland.
Mein zweiter Gedanke in Rotorua: was riecht hier so seltsam?! Es ist der Schwefelgeruch der vielen Thermalquellen. Rotorua gehört zu den weltweit aktivsten Vulkanregionen und ist quasi ein großes Geothermalgebiet. Überall dampft und brodelt es und wir fragen uns, wer auf die Idee gekommen ist, sich einst in dieser Gegend häuslich niederzulassen. 😅
Einige Highlights in Rotorua:
Kuirau Park
Ein Park mitten in der Stadt, in dem du einige Thermalpools kostenfrei sehen kannst. Aus allen Ecken dampft und blubbert es (alles gut abgesperrt) und du kannst in einem extra dafür angelegten Bereich sogar ein heißes Fußbad nehmen.



Skyline Luge
Eine der Attraktionen von „Rotovegas“ (😄), die schon für die Kleinsten geeignet ist. Ab 85 cm Körpergröße und 2 Jahren können Kinder gemeinsam mit einem Erwachsenen in den Gokart-ähnlichen Fahrzeugen den Berg hinab düsen. Es gibt verschiedene Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die Tracks in Rotorua sind dabei die weltweit längsten Luge-Strecken. Hoch geht es per Seilbahn und Sessellift, was an sich schon eine Attraktion ist. Unsere Tochter (3) war jedenfalls begeistert und wollte am nächsten Tag direkt wieder hin.






Putaruru Blue Spring
Wow-Erlebnis in der Natur: nach einem kleinen Spaziergang vom Parkplatz aus gelangst du zum Waihou River mit dem klarsten Wasser, das ich je gesehen habe. Die Pflanzen unter der Wasseroberfläche siehst du darin genauso detailreich wie Fische oder paddelnde Entenfüße. 😉 Umgeben wird der Fluss von einer idyllischen grünen Hügellandschaft. Es sind auch längere Wanderungen möglich, mit Sommerhitze und Kleinkind waren wir allerdings dankbar für den kurzen Fußweg vom Parkplatz aus (etwa 15 Minuten pro Strecke).






Te Puia
Hier kannst du sowohl in die Māori-Kultur eintauchen (Māori Arts and Crafts Zentrum, Te Rā und Haka Performances) als auch die geothermischen Besonderheiten der Gegend bestaunen (Te Whakarewarewa Thermalgebiet, Pōhutu Geysir, Mudpools). Auch das Kiwi Conservation Center gehört zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort. Es gibt Tages- und Abendtouren, du kannst sowohl ca. 1,5-stündige geführte Rundgänge machen als auch mehrstündige „Rundum-Pakete“ buchen.
Polynesien Spa
Eines der bekanntesten Spas Neuseelands, angeblich mit geothermischen bzw. mineralischen „Superkräften“, egal ob zur Muskelentspannung und Schmerzlinderung (Priest Spring) oder zur Hautpflege und Verjüngung (Rachel Spring). Während du hier wunderbar entspannen und Wellness-Anwendungen im Day Spa genießen kannst, gibt es auch Familien-Pools für alle mit Kindern. Insgesamt sind es übrigens ganze 28 Pools (einige davon Adults only oder zur Privatnutzung buchbar).
3. Etappe: Wassersport & Erholung am Lake Taupo
Fahrtstrecke: ca. 80 km / 1 h (Rotorua – Taupo)
Unterkunft: Ferienhaus „Lake Taupo Gem“. Super modernes, gut ausgestattetes Ferienhaus in Laufweite zum Lake Taupo. Highlight: die Besitzer stellen ein Kanu und ein SUP inklusive Schwimmwesten für Kinder und Erwachsene (sind auf dem See Pflicht) bereit. Außerdem gab es Begrüßungssnacks und Getränke. Wirklich ein Gem! 😉
Wai-O-Tapu Thermal Wonderland
Auf dem Weg von Rotorua nach Taupo machten wir zunächst einen Zwischenstopp am Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. In diesem (mit > 18 km² größten) Geothermalgebiet bekommst du einiges zu sehen. Es gibt drei Rundwege, einer davon kinderwagen- und rollstuhlgeeignet. Du kannst die Rundwege nur nacheinander ablaufen, also 1 oder 1+2 oder 1+2+3, denn es gibt keinen direkten Weg zur zweiten oder dritten Strecke. Insgesamt wäre die Tour durch das Thermal Wonderland dann ca. 3 km lang und dauert ungefähr 1,5 Stunden.
Auf dem ersten und größten Rundweg (ca. 1,5 km) siehst du bekannte Highlights wie den Champagne Pool (seine Farbe verändert sich täglich, den Namen verdankt er den vielen kleinen Blubberblasen) oder das neongrüne Devil’s Bath. Wegen diesen besonderen Naturphänomenen lohnt sich der Besuch obwohl du andere Geothermalgebiete in der Umgebung kostenfrei besuchen kannst. Der zweite Rundweg ist nur 500 Meter lang und kann in ca. 15 Minuten geschafft werden. Hier erwarten dich ein paar zusätzliche Aussichtspunkte. Die dritte Route ist dann noch einmal einen Kilometer lang und führt dich u. a. zu den Alum Cliffs oder dem grünen Ngakoro See mit Wasserfall.







Nebenan befindet sich auch der Lady Knox Geysir. Achtung: der Geysir ist nur einmal täglich um 10:15 Uhr aktiv und du solltest spätestens 9:45 Uhr ankommen. Wir haben diese Info leider übersehen und standen vor verschlossenen Toren. Da ich im Nachhinein gelesen habe, dass der Ausbruch künstlich herbeigeführt wird, bin ich aber auch gar nicht mehr so überzeugt von einem Besuch. Falls du die Wahl hast, würde ich das Geysir-Erlebnis lieber auf einen Island-Roadtrip verschieben. 😉 Dort siehst du das Naturphänomen ohne menschliches Eingreifen sogar alle paar Minuten.
Taupo
Anschließend haben wir einfach die wunderschöne Natur rund um den Lake Taupo genossen. Wir waren Kanu fahren, joggen, spazieren und auf den tollen Spielplätzen ringsherum. Leider meinte es das Wetter nicht so gut mit uns, so dass wir ein paar stürmische Regentage im Ferienhaus verbrachten. Bei Sonnenschein fühlt man sich am Lake Taupo aber wie im Paradies. Man würde niemals vermuten, dass der Taupo ein aktiver Supervulkan ist und der See eigentlich ein riesiger Krater. Wer Action liebt, kommt in Taupo jedenfalls auf seine Kosten: Fallschirmspringen, Helicopter-Flüge, Mountainbiking oder Parasailing sind nur ein paar Beispiele.










Drei Tipps (nicht nur) für Familien in Taupo:
- Dropzone: Ein Paradies für unsere Tochter. Es gibt einen Indoor-Spielplatz für Kinder bis 10 Jahre, einen Trampolin-Park, Bowling-Bahnen und zahlreiche Spielautomaten für alle Altersklassen. Für eine Stunde Playground plus Trampolin-Park haben wir ca. 5€ bezahlt, was wir total in Ordnung fanden. Nice to know: Antirutsch-Socken sind Pflicht, können aber vor Ort gekauft werden. Nebenan gibt es außerdem eine Minigolf-Anlage und VR-Games. Am Wochenende (bei Regen) war es seeehr voll, unter der Woche aber angenehm leer.
- McDonald’s Taupo: Die Filiale in Taupo erwartet dich im Außenbereich mit einem echten Flugzeug. Die 1943 erbaute DC10 ist im verdienten Ruhestand, aber täglich zwischen 9:00 und 16:30 Uhr für McDonald’s Kunden geöffnet. Du kannst an einem der Tische deine Burger essen, einen Blick ins Cockpit werfen oder etwas über die Geschichte des Flugzeugs lernen. Da die Filiale zu den „10 coolsten McDonald’s der Welt“ gehört, ist sie entsprechend gut besucht. Für einen kurzen Zwischenstopp trotzdem zu empfehlen.
- The Garden Café: Den ganzen Tag (geöffnet bis 15:00 Uhr) gibt es im Garden Café auf der Te Heuheu Street leckeres Frühstück und Brunch. Das Highlight für Familien: im Garten gibt es einen kleinen Spielplatz und ein großes Trampolin. Außerdem stehen einige Kinder-Gerichte auf der Karte. Uns hat es allen gut gefallen und geschmeckt – Empfehlung!
Weiter geht es entlang der Westküste über Te Kuiti und New Plymouth bis nach Wellington. Dazwischen haben wir tolle Familien-Wanderungen, Spielplätze und andere Highlights für Kinder (und Erwachsene 😉 ) entdeckt…
