Westaustralien-Roadtrip von Perth bis Albany und zurück

Tag 5 bis 7: Start des Westaustralien-Roadtrips in Richtung Busselton & Margaret River

Fahrtstrecke: ca. 275 km (Perth – Busselton – Margaret River)

Unsere Unterkunft: Ferienhaus „Acacia Chalets“ in Margaret River. Mitten in der Natur mit viel Ruhe und Privatsphäre, schöne und moderne Einrichtung.


Die Region um Margaret River ist abgesehen von den ausgezeichneten Weingütern auch landschaftlich ein „Pflichtstopp“ wenn du an der Westküste Australiens unterwegs bist. Überall hüpfen Kängurus über die Wiesen, es gibt grüne Wälder und schöne Küsten. Außerdem kannst du Tropfsteinhöhlen bei einer Cave Tour erkunden (z. B. die Mammoth Cave oder die Jewel Cave).
In Margaret River saßen wir regelmäßig auf der Terrasse unseres Ferienhauses und haben Kaninchen und Kängurus beobachtet, die friedlich in einer WG in unserem Garten lebten.
Der Ortskern von Margaret River ist dank kleiner Shops und gemütlicher Cafés sowie Restaurants ebenfalls einen Besuch wert.

Etwas weiter nördlich liegt die Küstenstadt Busselton. Hier haben wir die Uferpromenade mit Spielplätzen und Restaurants besucht und einfach eine schöne Zeit am Strand genossen. Am Ende des 1,8 km langen Jettys (längster Holz-Pfähl-Steg der Südhalbkugel) gibt es auch ein Unterwasser-Observatorium, das du mit einem kleinen, solarbetriebenen Zug erreichen kannst. Die Tickets für den Jetty Train solltest du allerdings unbedingt vorab online buchen, damit du einen Platz zur gewünschten Zeit bekommst (wir hatten leider Pech als wir spontan vor Ort waren). Auch gut zu wissen: der Zug ist für Rollstühle geeignet, aber es können keine Kinderwägen/Buggys mitgenommen werden. Falls du ein Baby dabei hast, nimm am besten eine Trage mit.

Als kurzer Halt auf der Fahrt von Busselton nach Margaret River hat uns der Aussichtspunkt Canal Rocks direkt am Meer sehr gut gefallen. Ein kleiner Spaziergang über den Holzsteg und entlang der felsigen Küste bietet schöne Ausblicke. Hier kann man sich zwischendurch die Beine vertreten und die kühle Meeresbrise genießen.

Tag 8 bis 11: Albany & Umgebung

Fahrtstrecke: ca. 370 km (Margaret River – Pemberton – Albany)

Unsere Unterkunft: Hilton Garden Inn Albany. Direkt am Hafen, sehr moderne und saubere Zimmer, wirklich gutes Essen im Restaurant(Frühstück und Abendessen) – Empfehlung!


Auf dem Weg von Margaret River nach Albany haben wir eine Pause in Pemberton an den Beedelup Falls im Karri Forest gemacht. Um die Wasserfälle von der Aussichtsplattform aus zu sehen, ist nur ein kurzer Fußweg nötig (ca. 300 Meter pro Strecke, rollstuhl- und kinderwagengeeignet). Du kannst aber auch etwas weiter spazieren und wie wir über die kleine, wackelnde Hängebrücke gehen, die einen sehr guten Blick auf die Wasserfälle ermöglicht. Hast du etwas mehr Zeit bzw. Bewegungsdrang, bietet sich der 4,5 Kilometer lange Rundweg an.

Albany

Albany war die erste Kolonial-Siedlung in Westaustralien und ist allein deshalb geschichtlich bedeutend. Bekannt ist sie auch für ihre Rolle im 1. Weltkrieg als australische und neuseeländische Soldaten von hier aus verschifft wurden. Ihnen wird im National ANZAC Center gedacht, wo du mithilfe persönlicher Geschichten verschiedener Charaktere in die damaligen Geschehnisse eintauchen kannst.

Wir waren aber vor allem wegen der atemberaubenden Natur in dieser Gegend. Direkt in Albany findest du z. B. den Middleton Beach, an dem je nach Besuchszeit (verhältnismäßig) viel los ist, Cafés und Restaurants inklusive. Sehenswert ist hier der Spazierweg „Ellen Cove Boardwalk“.

Etwas weiter östlich liegt Emu Point, ein Wohlfühlort, der schon bei der Anfahrt über die „Mermaid Avenue“ pures Strandfeeling vermittelt. Im Emu Point Café kannst du dann leckere Snacks und Getränke mit Blick aufs Meer und den Gull Rock National Park genießen. Gleich nebenan befindet sich ein schöner Spielplatz und (natürlich) auf beiden Seiten großartige Sandstrände.

Valley of the Giants

Fährst du von Albany aus etwa eine Stunde in westliche Richtung, erreichst du bei Denmark das Valley of the Giants, einen Wald aus riesigen Tingle Trees (eine westaustralische Eukalyptus-Art). Bei einem Spaziergang auf dem Ancient Empire Walk (kostenfrei) kommt man den alten Bäumen ganz nah und für Kinder gibt es sogar Feentüren zu entdecken. Spannend ist auch der 600 Meter lange und bis zu 40 Meter hohe Tree Top Walk, auf dem man zwischen den Baumkronen spazieren kann (Eintritt 21 AUD für Erwachsene / halber Preis für Kinder zwischen 6 und 15 J., bis 5 J. kostenfrei).

Denmark Animal Farm

Für unsere 3-jährige Tochter war die Denmark Animal Farm & Pentland Alpaca Stud das absolute Highlight. Auf dem kleinen Bauernhof kann man verschiedene Tiere füttern (und wenn sie mögen auch streicheln), z. B. Ziegen, Alpakas, Esel, Kängurus, Schottische Highland Kühe oder Emus. Wir waren um 15 Uhr zur Baby-Fütterung da und durften dabei helfen, kleine Ziegen und ein Kalb mit Milchflaschen zu versorgen. Außerdem waren gerade zwei Känguru-Waisenkinder auf der Farm, deren Mütter bei einem Wildunfall überfahren wurden. Das passiert in Australien leider gar nicht so selten, deshalb die vielen Warnschilder am Straßenrand. Die Kängurubabys werden dann in Rescue Stationen abgegeben und von Menschen aufgezogen. Wir durften die zwei Joeys hier in ihrem Beutel auf dem Arm halten, ein einmaliges Erlebnis. Wir waren an diesem Nachmittag übrigens die einzigen Besucher und die Mitarbeiterin hat sich extra Zeit für uns genommen.

Auf der nächsten Seite geht’s weiter, u. a. mit dem Torndirrup Nationalpark südlich von Albany…

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