Südaustralien-Roadtrip: Melbourne, Great Ocean Road & Adelaide

Nach unserem Roadtrip durch Westaustralien fliegen wir von Perth nach Melbourne, um den Süden Australiens zu entdecken. Die Great Ocean Road gilt als einer der schönsten Roadtrips der Welt – klar, dass wir diese Strecke unbedingt testen mussten. 😉

Da wir über Weihnachten und Silvester unterwegs waren, haben wir uns zwischendurch längere Aufenthalte gegönnt. Du kannst die Übernachtungen z. B. in Timboon oder Port MacDonnell kürzen, um diesen Roadtrip bequem in 2 Wochen zu schaffen.

Kurzer Überblick zum Südaustralien-Roadtrip:

Start: Melbourne (Victoria)
Ziel: Adelaide (South Australia)
Strecke insgesamt: ca. 975 km + Tagestouren
Längste Fahrtstrecke pro Tag: ca. 300 km (nach Kilometern / Kingston S. E. – Adelaide) bzw. fast 4 Stunden (nach Dauer / Melbourne – Timboon)
Dauer: 3 Wochen (auch in 2 Wochen machbar)
Übernachtungen: Melbourne (3 Nächte), Timboon oder Warrnambool (7 Nächte), Port MacDonnell oder Mount Gambier (5 Nächte), Kingston (1 Nacht), Adelaide (5 Nächte)

Tag 1 & 2: Melbourne

Unsere Unterkunft: Seasons Botanic Gardens Melbourne. Super Lage, großes Zimmer mit separatem Schlafzimmer und Küche, etwas in die Jahre gekommener kleiner Fitnessbereich inklusive Indoor-Pool und Sauna, Achtung: kein Restaurant im Hotel


Wir starten unseren Roadtrip entlang der Südküste Australiens in Melbourne. Hier bleiben wir für 2 Tage / 3 Nächte, um die Stadt ein wenig zu erkunden bevor es weiter in Richtung Meer geht. Leider ist das Wetter nicht ganz auf unserer Seite: an einem Tag haben wir extreme Hitze (38C), am nächsten Tag Regen… Kein Problem, wir sehen trotzdem einige Highlights:

  • das Melbourne Museum inklusive Children‘s Gallery für Kinder von 0 bis 5
  • die Bibliothek des Bundesstaats Victoria inklusive Children‘s Quarter (kostenfrei)
  • Melbourne CBD mit vielen Hochhäusern, Shops und Restaurants
  • die Royal Botanic Gardens für eine grüne Auszeit oder wenn dein Kind einfach mal über eine Wiese rennen möchte statt durch die Stadt zu spazieren. Hier gibt es im Sommer auch Bootsfahrten, Kinovorführungen oder Theaterstücke. Der Eintritt ist kostenlos.
Was in Melbourne sonst noch sehenswert ist?
  • Brighton Beach: Schöner Sandstrand mit vielen bunten Strandhütten, die alle unterschiedlich bemalt sind.
  • Phillip Island: Traumziel für Natur & Tierbeobachtungen (u. a. Pinguine, Wallabies oder Koalas). Die Einnahmen aus Ticketverkäufen etc. fließen übrigens direkt in Forschung und Umwelt- sowie Lernprogramme. Dank gut 2 Autostunden Entfernung benötigst du für Phillip Island mindestens Zeit für einen Tagesausflug.
  • Scienceworks Museum: Ein interaktives Museum in Spotswoods, in dem Kinder naturwissenschaftliche Zusammenhänge selbst erfahren und ausprobieren können.
  • Melbourne Zoo: Wenn dir die australischen Tiere in freier Wildbahn nicht reichen, findest du hier sicher Abwechslung. Tipp: Kinder haben an Wochenenden, Feiertagen (in Victoria) und in den Schulferien freien Eintritt!
  • Luna Park: Klassischer Freizeitpark in St. Kilda mit verschiedenen Fahrgeschäften für die ganze Familie.
  • Royal Park Nature Play: Ein Wasser- und Sandspielplatz mit Spielgeräten, besonders toll an warmen Tagen.
  • St. Kilda Esplenade Market: Der bekannte Handwerks- und Kunstmarkt findet immer sonntags direkt am Meer statt. An Melbournes bekanntestem Strand gibt es natürlich auch unabhängig vom Esplenade Markt viele Cafés, Shops usw.
  • Chadstone Shoppingcenter: Das größte Einkaufszentrum der Südhalbkugel (u. a. inklusive Malibu Barbie Café). Falls dein Melbourne-Urlaub eher regnerisch ist, bleibst du hier eine Weile trocken.

Für mich war Melbourne nach unserem ruhigen Roadtrip durch Westaustralien erstmal ganz schön viel. Die Stadt ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert, vor allem wegen der vielen Bars und Restaurants, was wir mit Kleinkind nur bedingt genießen konnten. 😉 Melbourne gilt als kulinarische Hauptstadt Australiens und erwartet dich mit multikulturellen Food-Spots (auch Streetfood, z. B. auf dem Queen Victoria Market) und gutem Kaffee.

Tag 3 bis 10: Great Ocean Road bis Timboon & Warrnambool

Fahrtstrecke: ca. 260 km / 3:45 Stunden (Melbourne – Timboon über die Küstenstraße Great Ocean Road)

Unsere Unterkunft: Airbnb „The Blue Wren“ in Timboon. Sehr zu empfehlen – Einfamilienhaus mit schönem Garten, perfekt für Familien dank Kinderzimmer, Schaukel und Rutsche, super nette Vermieter. Alternativ ist Warrnambool als Übernachtungsort zu empfehlen.


Die Fahrt von Melbourne zum Anfang der Great Ocean Road zieht sich etwas (durchhalten!), aber dann wird man mit wirklich traumhaften Ausblicken auf Sandstrände & azurblaues Meer neben grünen Wäldern belohnt. Zahlreiche Aussichtspunkte und Cafés warten darauf entdeckt zu werden, du solltest also genug Zeit einplanen um regelmäßig anhalten und auch den ein oder anderen Strandbesuch oder Snackstopp machen zu können.

Unser Tipp für einen Zwischenstopp: das Lighthouse Tea Rooms Café in Aireys Inlet

Hier gibt es kleine Snacks, Kaffee und Kuchen sowie einen schönen kleinen Garten mit Sandkasten und Spielmöglichkeiten für die Kleinsten. Es kommen außerdem regelmäßig Kakadus vorbeigeflogen und man kann den Leuchtturm nebenan besuchen. Allein die Aussicht vom Parkplatz ist schon ein Traum.

Unser Zuhause an der Great Ocean Gourmet Route: Timboon

Die Great Ocean Road ist vor allem als traumhafte Küstenstraße bekannt, doch der nördlichere Teil hält zahlreiche Gourmet-Highlights wie Eis, Schokolade, Käse, Wein oder Whiskey bereit. Timboon, ein kleiner Ort unweit der berühmten Zwölf Apostel wird auch als „Gourmet Hub“ der Gegend beschrieben.

Hier verbringen wir eine Woche und feiern in unserem Ferienhaus zum ersten Mal Weihnachten in der Ferne. Unser Highlight im Ort: Timboon Fine Ice Cream. Super leckeres Eis aus eigener, frischer Herstellung inklusive verschiedener Optionen für Allergiker (und sogar Hundeeis in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen). Im Park nebenan gibt es außerdem einen schönen Spielplatz.

Der größte Ort in der Nähe ist Warrnambool, die laut Eingangsschild „most livable city of Australia“. Hier gibt es Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen. Wir waren z. B. sehr gern im Park am Lake Pertobe, in dem es mehrere Spielplätze, Picknick- bzw. Grillplätze und kleine Motorboote zum Ausleihen gibt. Auch Flagstaff Hill, ein maritimes Museumsdorf, ist einen Besuch wert. Bist du zwischen Juni und September in Warrnambool, hast du außerdem die Chance Wale (vor allem Muttertiere mit ihren Kälbern) zu beobachten! Am Logans Beach, auch als Whale Nursery bekannt, gibt es eine große Aussichtsplattform, die 24 Stunden täglich geöffnet ist.

Meine Tipps für Ausflüge im Westen der Great Ocean Road:
  • Zwölf Apostel: Diese drei Aussichtspunkte empfehle ich dir für die beliebte Sehenswürdigkeit an der Great Ocean Road:
    1. Der Twelve Apostles Stopp: Es gibt einen kostenfreien Parkplatz und ein Visitor Center, durch eine Unterführung gelangst du zur Aussichtsplattform. Von hier aus hast du den besten Blick auf die zwölf Apostel, es ist aber auch am meisten los.
    2. Der Secret Apostles Lookout: Wenn du hier den etwas versteckten Great Ocean Walk findest, eröffnet sich nach nicht einmal 5 Minuten Fußweg eine tolle Aussicht auf die Küste und etwas entfernter siehst du den östlichen Teil der Apostel. Wir waren komplett allein hier, vermutlich weil man den Lookout vom kleinen Parkplatz aus nicht sieht. Markiere dir den Halt am besten auf Google Maps, um ihn nicht zu verpassen.
    3. Die Gibson Steps: Über die Treppen gelangst du nach unten zum Strand und hast von dort einen unglaublichen Blick auf die Felsen im Meer. Leider waren die Gibson Steps bei unserem Besuch gesperrt.
  • Great Otway National Park: Ein Regenwald direkt an der Great Ocean Road? Ja, inklusive Wasserfällen, riesigen Farnen und Wanderwegen. Doch auch die Küstenseite mit ihren hohen Klippen und Surfspots ist sehenswert. Der älteste noch erhaltene Leuchtturm Australiens, Cape Otway Lighthouse, befindet sich ebenfalls im Nationalpark. Hier beginnt auch der Great Ocean Walk, auf dem du bis zu den zwölf Aposteln wandern kannst.
  • Hopkins Falls: Idyllisch zwischen Wiesen Kuhweiden gelegen, versteckt sich ein schöner Wasserfall, den man von oben und unten anschauen kann.
  • Great Ocean Road Wildlife Park: Wenn du eine Stunde Zeit hast und einen kinderfreundlichen Stopp an der Great Ocean Road suchst (oder selbst die tierischen Bewohner besuchen willst), bist du in diesem kleinen Wildlife Park mit Café richtig. Der Park ist ein Zuhause für Wombats, Koalas, Kängurus, Dingos uvm. Die Tickets sind übrigens günstiger wenn du sie vorab online buchst.
  • Port Fairy: In Port Fairy haben wir einen Picknick-Stopp auf der Fahrt nach Port MacDonnell gemacht. Vor allem Griffiths Island (Naturschutzgebiet und Leuchtturm) und die Strände Southcombe und Pea Soup Beach sind beliebte Ausflugsziele.

Grundsätzlich kannst du fast überall an der Great Ocean Road anhalten und eine fantastische Aussicht genießen. Es gibt unzählige Haltemöglichkeiten an der Küste, von denen du dir einfach die besten oder am passendsten gelegensten aussuchen kannst, zum Beispiel London Bridge, Loch Ard oder The Arch.

Tag 11 bis 15: Port MacDonnell & Mount Gambier

Fahrtstrecke: ca. 240 km / 3 Stunden (Timboon – Port Fairy – Port MacDonnell)

Pünktlich zu unserer Ankunft in Adelaide ist der Sommer zurück und wir tanken bei 25 bis 40C ausreichend Wärme. Die Temperaturschwankungen in Australien sind wirklich heftig, 20C Unterschied von einem Tag zum anderen sind keine Seltenheit.

Unsere Unterkunft: Strandhaus in Port MacDonnell (keine Verlinkung, weil ich das Ferienhaus leider nur bedingt weiterempfehlen kann). Eine Unterkunft in Mount Gambier wäre für uns wahrscheinlich sinnvoller gewesen, weil wir häufiger zum Einkaufen, für Ausflüge usw. dort waren. In Port MacDonnell ist es allerdings ruhiger und die Nähe zum Meer und zu Spielplätzen war super.


Funfact: Bei der Fahrt von Timboon nach Port MacDonnell wechseln wir nicht nur den Bundesstaat, sondern auch die Zeitzone. In Victoria sind es noch 10 Stunden Unterschied zur deutschen Zeit, am Zielort in Southern Australia nur noch 9,5 Stunden.

Port MacDonnell, bekannt für die Langusten-Fischerei (Hauptstadt des Southern Rock Lobster), liegt ziemlich genau in der Mitte von Melbourne und Adelaide. In der südlichsten Ecke von Southern Australia erwarten dich beeindruckende Felsformationen entlang der Kalkstein-Küste, Restaurants mit frischem Fisch bzw. Meeresfrüchten und zahlreiche Höhlen und Sinkholes (Erdfälle). Avas Highlight in Port MacDonnell waren die vielen Spielplätze entlang der Promenade. Durch den Ort führt auch der Scenic Drive, also die Küstenstraße mit toller Aussicht. Besonders empfehlenswert ist der Ort für Angler, denn hier kannst du neben den Angelplätzen am Pier auch Ausflüge mit Charterbooten zum Fischen machen und wirst wahrscheinlich mit einem vielfältigen Fang belohnt.

Meine liebsten Orte direkt am Meer:
  • Frog Rock, Rhino Rock, Les Doux Cousins & Shelly Beach: Von diesen Aussichtspunkten (direkt an der Straße) kannst du einen tollen Blick auf das Meer und die vor der Küste liegenden Felsformationen werfen. Der Shelly Beach ist kein Badestrand, aber es gibt einen Abstieg über Treppen, so dass du z. B. am Strand sitzen und den Ausblick von unten genießen kannst.
  • Surfers Way (zwischen Cape Northumberland Lighthouse und Finger Point Lookout): Wenn du einen Sandstrand zum Baden suchst, kann ich dir diesen Spot empfehlen. Ein feinsandiger Strand und flacher Einstieg ins Meer machen den Besuch auch mit Kindern angenehm.
  • Cape Northumberland Old Lighthouse: Vom alten Leuchtturm ist nichts mehr zu sehen, doch die hohen Klippen bieten eine beeindruckende Aussicht auf das Meer und die Felsformationen. Früher war hier eine Pinguin-Kolonie zu Hause, heute kannst du immerhin noch viele andere Vögel beobachten. Der alte Leuchtturm ist außerdem eine wichtige Station des Admella Discovery Trails.
  • Admella Discovery Trail: Wenn du dich für Geschichte oder Seefahrt interessierst: vor der südaustralischen Küste ereignete sich 1859 eines der tragischsten Schiffunglücke Australiens als die „Admella“ beim Auflaufen auf ein Riff zerbrach. Von den 113 Personen an Bord überlebten nur 24. Bis zur Rettung vergingen aufgrund mehrerer ungünstiger Umstände ganze drei Tage. Als Folge dieses Vorfalls gibt es übrigens Küstenwachstationen. Das Admella-Unglück wird an verschiedenen bedeutenden Stationen beschrieben. Du kannst sie nacheinander besuchen und so in die Geschichte eintauchen.
  • Cape Banks Lighthouse & Canunda National Park: Der Leuchtturm thront über einen wunderschönen kilometerlangen Sandstrand. Wenn du mit einem 4×4 Fahrzeug unterwegs bist, kannst du richtig coole Routen direkt am Strand entlang fahren. Wir mussten das Auto abstellen und zu Fuß weitergehen. Durch den starken Wind war das leider ein ziemliches Sand-Peeling 😅 also am besten einen weniger windigen Tag aussuchen. Der Leuchtturm selbst ist nicht geöffnet, die Aussicht ist trotzdem sehr schön. Bei niedrigerem Wasserstand kannst du östlich vom Leuchtturm das Pisces Star Schiffswrack am Ufer sehen. Außerdem kannst du mit etwas Glück die Seehund-Kolonie beobachten.

Etwa eine halbe Autostunde von Port MacDonnell entfernt liegt der größere Ort Mount Gambier.

Auch hier haben wir einige Highlights entdeckt:
  • Blue Lake: Ich habe noch nie SO blaues Wasser gesehen wie in diesem Vulkankrater-See! Ein ganz besonderer Anblick. Allerdings ist der ca. 70 Meter tiefe See nur im australischen Sommer zwischen November und Ende März so blau, in den Wintermonaten färbt er sich grau. Der Blue Lake dient als Wasserquelle für die Region Mount Gambier und wird durch Regen- sowie Grundwasser gefüllt.
  • Umpherston Sinkhole: Ein kleiner Park umgibt das Sinkhole, in dem ein wunderschöner Garten sowie Bienen und Opossums zu Hause sind. Über Treppen gelangst du nach unten und kannst dort ein wenig herumspazieren. Der Eintritt ist kostenlos und es gibt ringsherum kleine Balkone, von denen man die Aussicht genießen kann. Wichtige Ergänzung von Ava: Man kann im Park auch schaukeln oder picknicken.
  • Engelbrecht Cave: Es gibt einige Höhlen in der Gegend, die du besuchen kannst. Wir haben uns für die Engelbrecht Cave entschieden, da die Tour nur ca. 30 Minuten dauert und damit auch für unsere dreijährige Tochter gut zu meistern war. Kinder unter 4 Jahren können kostenlos an der Führung teilnehmen, müssen aber natürlich von einem vollzahlenden Erwachsenen begleitet werden. Die Tickets solltest du besser einen Tag im Voraus buchen, die tagesaktuellen Touren waren bei unserem Besuch nämlich alle schon ausgebucht. Nun aber zur Tour: Du kannst hier zwei Kalksteinhöhlen besuchen, die einen kleinen Einblick in die unterirdische Welt der Region geben. In der westlichen Höhle triffst du mit Glück sogar Cave Diver (bei unserem Besuch waren leider keine Taucher angemeldet). Die Führung ist interessant und kurzweilig. Es waren übrigens viele Kinder dabei, ein beliebtes Ausflugsziel für Familien also.
  • Mount Gambier Library: Wir lieben Bibliotheken einfach. Auch mit Kind ist es eine super Möglichkeit, um heiße (oder verregnete) Tage zu überbrücken und trotz begrenztem Reisegepäck für Abwechslung in Sachen Spielen und Lesen zu sorgen. Die Kinderabteilung ist liebevoll gestaltet und erinnert an eine Unterwasserwelt mit kleinen Lese-Höhlen. Neben Büchern findest du hier Malsachen und Bausteine, Puzzle oder auch Lerntablets. Eine Babyecke zum Wickeln, Stillen oder Babynahrung erwärmen gibt es auch. Für die Erwachsenen sind natürlich auch ausreichend Bücher, Computer und Spiele wie XXL-Schach oder Billard vorhanden. Im kleinen Café werden Snacks und Getränke angeboten. Der Eintritt zur Bibliothek ist kostenlos und ohne Registrierung möglich solange du nichts ausleihen möchtest.
  • Vansittart Park: Ein Tipp für Familien mit Kindern, denn hier gibt es einen großen Spielplatz mit vielen Klettertürmen, Rutschen, Schaukeln etc.

Tag 16: Kingston S. E.

Fahrtstrecke: ca. 185 km / 2 Stunden (Port MacDonnell – Kingston S. E.)

Unsere Unterkunft: Kingston Lobster Motel. 21 von 25 Zimmern sind renoviert, unseres war leider nicht dabei 🤣, aber für eine Nacht trotzdem in Ordnung: sauber, mit kleinem Kühlschrank, Mikrowelle, Wasserkocher, Toaster und Amenities. Einen Außenpool gibt es auch.


Auf der Fahrt von Port MacDonnell nach Kingston halten wir kurz in Beachport. Falls du in der Nähe bist oder eine Übernachtungsmöglichkeit in der Gegend sucht, schau doch mal hier vorbei. Es gibt viele kleine Restaurants und Cafés, einen tollen Spielplatz am Jetty und natürlich traumhaft hellblaues Wasser am Sandstrand.

In Kingston S. E. gibt es nicht so viel zu sehen, es ist ein kleiner Küstenort wie viele andere auch. Das touristische Highlight ist der Big Lobster – wie der Name schon sagt ein riesiger (17 Meter) Hummer, der am Ortseingang steht. Wenn es nicht Australien wäre, würde man sich wundern 😅 aber spätestens seit wir bei unserem Westaustralien-Roadtrip Bart, den gigantischen Widder, kennengelernt haben, wissen wir Bescheid was „Australia‘s Big Things“ angeht. Der Big Lobster steht übrigens genau neben unserem Motel.

Wir verbringen den Nachmittag auf dem Spielplatz, holen uns etwas zu Essen (zwei Tankstellen, eine davon mit OTR (24h-Snacks, Subway und Krispy Kreme) sind direkt neben dem Motel) und das war‘s – am nächsten Tag geht es schon weiter in Richtung Adelaide.

Frühstückstipp in Kingston: das Bliss by the Sea Café: guter Kaffee, leckeres Frühstück und draußen eine kleine Spielecke für Kinder. Bring aber ein bisschen Zeit mit, denn hier ist es richtig voll. Das Personal arbeitet aber so schnell es geht und ist total freundlich.

Tag 17 bis 21: Adelaide

Fahrtstrecke: ca. 290 km / 3 Stunden (Kingston – Parkside)

Unsere Unterkunft: Airbnb „Groovy Parkside“. Absolutes Wohlfühl-Zuhause: sauber, modern und gemütlich, 2 Schlafzimmer, Klimaanlage und PKW-Stellplatz in der Garage – 100 % Empfehlung.


Wir waren 9 Tage in Adelaide und haben es nach dem Roadtrip einfach genossen mal nicht jeden Tag unterwegs zu sein. Wir waren total überrascht, wie schön Adelaide ist: viele Traumhäuser, Grünflächen mit Spielplätzen, tolle Strände, viel Natur in der Umgebung. Obwohl die Stadt riesig ist, wirkt sie zum Teil wie eine gigantische Einfamilienhaussiedlung, nur dass der Baustil spektakulärer ist als in den deutschen Wohngebieten. 😉 Unser Ferienhaus war auch ein Volltreffer, ich habe mich regelrecht darauf gefreut mal wieder ordentlich kochen und Wäsche waschen zu können. 😅 Der ständige Sonnenschein hat zusätzlich für gute Laune gesorgt.

An diesen Spots hat es uns gut gefallen (familientaugliche Adelaide-Ausflugstipps):
  • Mount Osmond Lookout: Schon auf der kurvigen Bergstraße nach oben bekommst du einen ersten Eindruck vom fantastischen Ausblick. Am Mount Osmond Lookout kannst du dann die freie Sicht über Adelaide bis zum Meer genießen. Der Parkplatz ist allerdings sehr klein, ein bisschen Glück oder Geduld ist nötig um einen der Stellplätze zu ergattern.
  • Adelaide Hills: Die Berge im Osten von Adelaide bieten nicht nur wunderschöne Ausblicke, sondern auch guten Wein, grüne Wälder und die Chance Koalas zu sehen. Ideal zum Wandern, Schlemmen und um die bunten Wälder im Herbst oder etwas Abkühlung im Sommer zu genießen. Kleine Städte wie Stirling, Mount Barker oder Hahndorf mit süßen Geschäften, Cafés und Märkten sind ebenfalls einen Besuch wert.
  • Hahndorf: Ein Dorf voller Restaurants, Galerien und kleiner Shops im europäischen Stil. Wenn du kreative Andenken einkaufen möchtest, bist du in Hahndorf genau richtig. Ringsherum findest du Häuser mit tollen Gärten voller Blumen. Wie der Name schon vermuten lässt, ließen sich im 1839 gegründeten Hahndorf einst deutsche Siedler nieder. Benannt wurde der Ort übrigens nach dem Kapitän des Schiffes, mit dem die Mehrheit der deutschen Familien aus Hamburg-Altona nach Adelaide kam: Dirk Hahn. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass die Migrantenfamilien sich als eine Gemeinde niederlassen konnten. Heute gibt es hier immer noch viele Lokale mit deutschen Gerichten, urige Brauereien und deutsche Backwaren (Strudel, Brezeln, Spaghetti-Eis uvm.). Auch die Beerenberg Farm ist einen Besuch wert wenn du selbst Erdbeeren pflücken willst (November – April) oder durch blühende Lavendelfelder spazieren möchtest (Dezember – Januar). Ein schöner Tagesausflug für die ganze Familie.
  • West Beach: Unser Lieblingsstrand direkt in Adelaide – zentral aber nicht zu voll, ausreichend kostenfreie Parkplätze, Sandstrand (auch im Meer feiner Sand) und für australische Verhältnisse angenehm warmes Wasser am Golf Saint Vincent.
  • Haigh‘s Chocolate: Die super leckere Haigh‘s Schokolade wird in Adelaide hergestellt und du kannst bei einer Besichtigung (geführte Tour oder allein) einen Blick hinter die Kulissen werfen und Schokolade probieren. Wir haben uns für den selbstständigen Rundgang entschieden, da dieser mit kleineren Kindern empfohlen wird. Dabei kannst du in deinem eigenen Tempo durch die Viewing Area gehen und den Mitarbeitenden bei der Herstellung und Verpackung der Produkte zuschauen. Natürlich gibt es auch einen Shop, in dem wir uns eine Tüte vom „Cinema Mix“ gegönnt haben – sehr lecker!
  • Botanischer Garten: Ganze 50 Hektar umfasst der botanische Garten von Adelaide. Neben vielen Pflanzen gibt es interessante Architektur zu sehen, z. B. das moderne Gebäude des Bicentennial-Gewächshauses oder das wunderschöne, gläserne Palmenhaus. Auch einige Tiere wie Vögel, Schildkröten oder Eidechsen sind hier zu Hause. Der Eintritt ist kostenfrei und du kannst im Botanischen Garten wunderbar spazieren, entspannen, picknicken oder Kaffee trinken. Falls du nach dem Besuch Lust auf mehr hast, sind die Botanischen Gärten von Wittunga und Mount Lofty jeweils nur ca. 15 Minuten mit dem Auto entfernt.
  • Glenelg: In Glenelg findest du einen schönen Sandstrand, Geschäfte, Cafés, den Freizeitpark Beachhouse und das Skyline Riesenrad am Moseley Square. Abwechslung und Unterhaltung für die ganze Familie sind also garantiert.

Fazit

Besonders gut gefallen haben uns im Süden von Australien die Stadt Adelaide und die Great Ocean Road (auch wenn sie es für uns persönlich nicht in die Top 5 der schönsten Roadtrips der Welt schafft 😉 ).

Insgesamt würde ich den Roadtrip aber nur empfehlen wenn du länger in Australien unterwegs bist und zusätzlich andere Gegenden besuchst. Hast du wenig Zeit und suchst nach Highlights abseits der bekannten Ostküste, dann schau dir eher unseren Roadtrip durch Westaustralien an. Falls du die Great Ocean Road trotzdem unbedingt einmal entlang fahren willst, kannst du das auch bequem in ein bis zwei Tagen ab Melbourne schaffen.

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